Versicherungswirtschaft-heute

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Politische Stabilität: “Et es wie et es und watt fott es, es fott”

03.03.2014 – krim-krise-ukraine-150Es weht ein kalter Wind von Osten her in die Stimmung in den Höhepunkt des heutigen karnevalistischen Treibens mit seinen Rosenmontagszügen hinein. Bis zum Aschermittwoch mag man sich wohl noch ablenken mit den Weisheiten der rheinischen Dialektik zwischen „Et kütt wie et kütt“ und „Et hät noch immer jotjejange“. In der Ukraine und an deren inneren und äußeren Fronten herrscht allerdings keinerlei  Frohsinn, sondern blutiger Ernst, der in die Weltlage hineinfrostet, also auch in die Weltkonjunkturlage, also mit Breitenwirkung, die überall Entscheidungen verlangt – schon in dieser Woche.

Ausgerechnet in den Tagen, in denen man ein Jahrhundert später die verworrene Lage zu klären versucht, wie die europäischen Mächte sich in Angst und Aggressivität um ihre jeweiligen Einflusszonen in den ersten Weltkrieg hinein verhedderen konnten, nähert man sich wieder der Logik, dass militärische Optionen Politik mit anderen Mitteln seien. Aber auch wenn das Schlimmste verhütet wird, die Konsolidierung der Verhältnisse in Ost- und Südosteuropa wird einen Preis fordern der teurer ist als die 30 Milliarden, die jetzt schnell von den ohnehin krisenstrapazierten „Geberländern“ zusammengesucht werden müssen, um den wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch der Ukraine abzuwenden. Es geht um Sicherheit und Stabilität, die Voraussetzung ist für die Investitionen in die europäischen Nachbarmärkte, deren Erschließung auch durch deutsche Versicherer gerade erst richtig in Gang gekommen ist.

Am Aschermittwoch muss das keineswegs alles vorbei sein, aber die Unternehmensverantwortlichen nicht nur der direkt involvierten großen Konzerne werden sich spätestens dann  mit ihren Stäben Gedanken machen müssen, welche seismografischen Wirkungen auf Konjunktur, Wachstum, Finanzmärkte von dem neuerlichen Stabilitätsverlust ausgehen. Diese Bewertung geht über das versicherungsfachliche  hinaus, wie Vieles, seitdem die Krise zum Dauerbegleiter des Managements wurde. In diesem Tagesreport befassen sich gleich mehrere Meldungen und das Dossier damit, was „Leadership“ in dieser Kompression der Anforderungen in der Versicherungswirtschaft bedeutet. Hier trifft auf jeden Fall die Lebenslogik eines Artikels des „Kölschen Grundgesetzes“ zu: „Nix bliev wie et wor“. (hkm)

Links: DOSSIER, UNTERNEHMEN, KÖPFE

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