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08.12.2016
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Plädoyer für Riester

02.11.2016 – Schwark_GDVAltersarmut wird zu einem immer größeren Problem in Deutschland. Aus diesem Grund will Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im November ein umfassendes Rentenkonzept vorstellen. GDV-Geschäftsführer Peter Schwark sieht Deutschland in Rentenfragen “nicht so schlecht aufgestellt”. Zudem plädiert er in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft für die Riester-Rente als weltweit einzigartiges Vorsorgemodell.

Im politischen Raum gibt es nach wie vor die Illusion, wir könnten zum alten Rentenniveau zurückkehren. Der häufig angewandte Hinweis auf die Produktivitätsentwicklung geht jedoch fehl. Die entsteht ja nicht neu durch den demografischen Wandel, sondern sie war schon immer Gegenstand von Verteilungsfragen zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Rentnern (siehe POLITICS).

Wenn es nun aber gilt, mehr Ruheständler zu finanzieren, dann müssen wir woanders Abstriche machen, das ist ja der Kern der Rentenreform. Das Zurückführen des Rentenniveaus ist unverzichtbar im Hinblick für die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen und der Sozialversicherungshaushalte.

Auf der anderen Seite glaubt Mancher, private Altersvorsorge aufschieben zu können, weil sie sich aufgrund der niedrigen Zinsen derzeit nicht lohne. Die individuelle Leitfrage ist aber nicht, wann sich Eigenvorsorge lohnt, sondern: Wovon will ich im Alter leben? Niemand will doch im Ruhestand ein deutlich schlechteres Auskommen haben als während seiner Erwerbstätigkeit. Das ist auch eine Frage der Würde.

Grundsätzlich sind wir in Deutschland gut aufgestellt. Mit der Riester-Rente zum Beispiel haben wir einen Verbreitungsgrad geschaffen, der für ein freiwilliges Vorsorgemodell weltweit einzigartig ist. Ich bedauere, dass wir hierzulande die Neigung haben, viel Gutes schlecht zu reden. Bei freiwilligen Modellen war eine 100-prozentige Verbreitung immer schon unrealistisch.

Viele Menschen sorgen auch jenseits der Riester-Rente vor. Die einen finanzieren ihre Immobilie, andere haben bereits eine Kapitallebensversicherung oder eine betriebliche Altersversorgung. Wir müssen das Zusammenspiel der verschiedenen Vorsorgearten sehen. Da sind wir in Deutschland nicht so schlecht aufgestellt (siehe DOSSIER).

Das vollständige Interview mit GDV-Geschäftsführer Peter Schwark lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Betriebsrenten kommen in die Verbändeanhörung
Der Referentenentwurf für das neue Betriebsrenten-Stärkungsgesetz steht soll noch diese Woche in die Verbändeanhörung gehen, wie aus hochrangigen Regierungskreisen in Berlin verlautete. Im Rahmen des Tarifpartnermodells Betriebsrente sollen insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) sowie Geringverdiener für die betriebliche Altersvorsorge gewonnen werden. Verbesserungen soll es auch bei der Riester-Rente über eine höhere Grundzulage geben.

Keine Blaupausen für die Digitalisierung
Es gibt kaum noch eine Gelegenheit, bei der nicht über den Stand der Digitalisierung in den Unternehmen gesprochen wird. Dennoch entsteht immer wieder der Eindruck, dass es zu diesem Thema unterschiedlichste Auffassungen gibt. VWheute sprach exklusiv mit einem Experten darüber, wo die Versicherungswirtschaft heute steht und fragte dazu Jan-Peter Schacht, Senior-Manager bei Moving Minds.

Volkswagen Financial Services sehen sich auf Kurs
Die Volkswagen Finanzdienstleistungen sehen sich nach dem dritten Quartal 2016 weiterhin auf Wachstumskurs. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg die Zahl der Neuverträge weltweit um 13,7 Prozent auf rund 5,66 Mio. Abschlüsse. Der Vertragsbestand stieg zudem im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 10,3 Prozent und lag Ende September bei mehr als 17,85 Mio. Stück.

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