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Zufriedenheit macht Märkte

20.08.2015 – daniel_tobias_1979 Eine überraschend gute Idee der deutschen Bürokratie: Die stellte sich mit einer “Zufriedenheitsstudie” selbst auf den Prüfstand. Der Mut lohnte: Das Ergebnis der Umfrage ist positiv. Zufriedenheit ist das Salz in jeder Kundenbeziehung. Ist der Kunde zufrieden, können auch auch das Unternehmen und sein Management glücklich sein - gerade im sensiblen Versicherungsmetier. Hier indes regieren weithin Beschwerdestatistiken die Kommunikation. Warum nicht auch einmal von den Beamten lernen und den Umfragespieß umdrehen?

“Die Bürgerinnen und Bürger sind überwiegend zufrieden mit der öffentlichen Verwaltung in Deutschland”, brachte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamts, das Ergebnis der Umfrage auf den Punkt (siehe POLITICS) und erntet sowohl medialen Beifall wie Motivation in der öffentlichen Verwaltung.

Nicht zufrieden sein können die Versicherer mit der Akzeptanz der privaten Altersvorsorge bei weiblichen Beschäftigten. Hier wirkt das überkommene Geschlechtermodell noch immer nach (siehe POLITICS), wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Analyse (PDF) verdeutlicht. Aber nicht nur das: Es fehlt an spezifischen Produkten und Informationen, die Transparenz über das Alterseinkommen schaffen, was im IT-Zeitalter und der Filetierung der Kundensegmente eigentlich kein Hemmnis mehr sein dürfte. Oder doch?

Immerhin kommt das aktuelle “Emerging Risk Barometer 2015″ von Ace zu dem Ergebnis, dass Cyberrisiken mittlerweile die zweitgrößte Bedrohung in Deutschland darstellen (siehe DOSSIER). Die Annäherung an vorherrschendes Kundenempfinden – auch im Bereich Datenschutz – scheint mehr denn je das Gebot der Stunde und das Credo des Markterfolgs. Denn: Zufriedenheit schafft Vertrauen. (td)

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