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An vorderster Front im Kampf gegen Terroristen

19.09.2014 – BaltzerVon VW-Redakteur Christoph Baltzer.

Wegen seiner schleppenden Umsetzung der Geldwäscheprävention sieht sich Deutschland seit längerem der Kritik ausgesetzt. Jetzt machen die Behörden Dampf und verpflichten Versicherer und Vermittler zur Mithilfe. Vermittler dürfte das vor schwer lösbare Probleme stellen.

Ein Kunde drängt auf besonders schnellen Abschluss eines Vertrags mit hohen Beiträgen. Das kann nach Ansicht des Bundeskriminalamts bereits ein Hinweis darauf sein, dass hier jemand versucht, illegales Geld zu waschen. Das vor sechs Jahren erneuerte Geldwäschegesetz verpflichtet Versicherer und nicht zuletzt Vermittler zur umfangreichen Mitarbeit im Kampf gegen Transfers illegaler Gelder. Versicherer stellt das bereits vor eine enorme Aufgabe. Vermittler sind damit ganz einfach überfordert.

Bei der Intensivierung der Geldwäscheprävention schieben die Kriminalbeamten den schwarzen Peter jetzt der Wirtschaft zu. Das Geldwäsche-Gesetz gilt in seiner neuen Form seit 2008, in der Praxis umgesetzt wird es nur rudimentär. Es betrifft nicht allein Versicherer und Banken, sondern alle, die mit wertvollen Gütern handeln, vom Ferrari bis zum Goldschmuck. Aber Autohändler wurden genauso wenig gehört wie Versicherungsvermittler. Bereits die Änderung angegebener Zahlungswege ohne erkennbaren Grund kann durch Geldwäsche motiviert sein, warnt das BKA. So etwas zu erkennen und zu melden, ist in der realen Vermittlerpaxis kaum zu leisten. Ein ganzer Berufsstand wird quasi kriminalisiert. (ba)

Link: VERTRIEB

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