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Neue Vergütungssysteme schaffen

10.12.2013 – geldscheineIm Hinblick auf die Profitabilität von Versicherungsunternehmen und vor dem Hintergrund des Verbraucherschutzes werden Vergütungssysteme derzeit lebhaft diskutiert. Die verbindlichen Forderungen nach mehr Transparenz und Compliance machen nach Meinung vieler Experten ein Überdenken der Systeme erforderlich. Überdies können neue Vergütungssysteme die Profitabilität der Versicherer steigern, beschreiben Christian Schareck und Jens Parthe, beide Partner bei Deloitte die Situation. Sie haben dort ihren Beratungsschwerpunkt in der Durchführung von Vertriebs- und Vergütungsprojekten.

Die an Vermittler geflossenen Provisionen stiegen nach ihren Darstellungen 2012 gegenüber 2010 um 5,4 Prozent. Sie betrugen 17 Mrd. Euro. Diesen Kosten stand aber nur teilweise eine echte Mehrproduktion gegenüber. Der Vertrieb und die Betreuung in der Schadenversicherung, so die Experten, werde mit circa neun Mrd. Euro vergütet. Für das Neugeschäft in der Lebensversicherung zahlten die Versicherungsunternehmen „einen Großteil der insgesamt fast sechs Mrd. Euro”. Auf die Krankenversicherung entfielen die restlichen rund zehn Prozent der Provisionen. Diese Zahlen eröffneten neue Umsetzungsansätze. Aktuelle Analysen zeigten, dass durch neugestaltete Vergütungssysteme zwischen zehn und 15 Prozent der ausgezahlten Vergütungsvolumina eingespart und darüber hinaus rund 20 Prozent in leistungsorientierte umgesteuert werden können. Produktivitätsverluste seien damit nicht verbunden.

Auch neue regulatorische Anforderungen und Selbstinitiativen wie zum Beispiel der verschärfte GDV-Verhaltenskodex spielen bei der Entwicklung neuer Vergütungssysteme (siehe MÄRKTE) eine zentrale Rolle – einerseits als Treiber und zum anderen als Limitierungsfaktor für die Veränderungs- und Umsetzungsmöglichkeiten neuer wertorientierter Vergütungssysteme. (vwh)

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