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Neue Produkte für alte Probleme

11.10.2016 – baltzer-150Weg von der gesetzlichen, hin zur privaten Rentenversicherung, das scheint wohl endgültig vorbei zu sein. Schuld daran ist die Zeit der niedrigen Zinsen. Aus der Phase wird eine Epoche. Die Lebensversicherer tasten sich vor.

Deutschland redet über die Rente. Mal wieder, und die Rente wird Wohl oder Übel im nächsten Jahr ein Wahlkampfthema werden. Für Christian Bäumler vom Arbeitnehmerflügel der CDU ist der Rechtsdrall ganz klar eine Folge sozialer Probleme (siehe POLITICS) . Eine jetzt vorgestellte Untersuchung der Hans Böckler Stiftung zeigt die Chancenlosigkeit der Chancenlosen auf. Trotz der relativ guten Lohnentwicklung sind die Abstiegsängste der unteren Mittelschicht durchaus berechtigt (siehe DOSSIER).

Dass private Altersvorsorge ein soziales Problem ist, zeigte jüngst eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank auf. Die meisten sparen deshalb nicht fürs Alter, weil sie nichts dafür übrig haben, im wahrsten Sinne dieses Wortes.

Wenn es um ihr eigenes Haus geht, fressen die Deutschen lieber Tapeten, als dass sie den Kredit platzen lassen. Eine so emotionale Beziehung zu ihrem Produkt wird die Lebensversicherung nicht so schnell erreichen. Derzeit krankt der Markt an der Unüberschaubarkeit (siehe MÄRKTE). Die Produkte sind so vielfältig, dass selbst die Vermittler nicht mehr so recht wissen, was sie da verkaufen oder auch nicht. Die klassische Kapital bildende Lebensversicherung war zwar auch nicht gerade leicht zu verstehen, aber das Branding war da (“Sicherheit mit Dividende”) und das Produkt genormt. Dem Absatz hat das gutgetan.

Eine zu Unrecht kaum beachtete Variante stellt die Universal Life dar, die von der Ideal als Prototyp in einer White-Label-Version für Makler am Markt platziert wird. In den USA geht mehr als ein Drittel des Neugeschäfts in diese lebensbegleitenden Produkte. “Universal Life Policen wurden schon früh am US-Markt sehr beliebt”, schreibt Tobias Theis in der neuesten Ausgabe der Versicherungswirtschaft. In Deutschland haben diese Produkte bislang nicht Fuß gefasst, weil sie im Grunde nur mit Bestandsprovision kalkulierbar sind. Doch dank des Nullzinses dürfte auch dieser Damm brechen. In der Vermittlerschaft wird der Widerstand gegen solche Modelle immer geringer. (ba)

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