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Mut zu mehr Wettbewerb in der GKV

26.08.2015 – Pimpertz_Jochen Von Jochen Pimpertz, Institut für Wirtschaft Köln. In der GKV ist es an der Zeit, endlich auf den Wettbewerb zu vertrauen. Dafür benötigt die Politik nur etwas Mut: Sie sollte höhere Zusatzbeiträge mit einer möglichst großen Spreizung zuzulassen, damit der Wettbewerb innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung endlich Fahrt aufnehmen kann. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür bestehen bereits.

Derzeit liegt er im Durchschnitt aller 123 Kassen bei 0,83 Prozent, zwischen den einzelnen Anbietern streut er von 0 bis 1,3 Prozent. Bis zum Ende des vergangenen Jahres lag der zusätzliche Beitragssatz bundeseinheitlich bei 0,9 Prozent – es gibt also noch Luft nach oben.

Die gesetzlichen Krankenkassen melden für das zweite Quartal ein Minus von rund einer halben Mrd. Euro. Angesichts der anhaltend hohen Ausgabenzuwächse rufen die ersten bereits danach, die Arbeitgeber stärker an den Beiträgen zu beteiligen. Dabei ist das neue Wettbewerbsinstrument – der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz – der deutlich bessere Weg.

Die Preisunterschiede zwischen einzelnen Kassen sind politisch gewollt und ökonomisch sinnvoll. Sie sollen die Versicherten darin bestärken, nach effizient wirtschaftenden Anbietern – auch in der PKV – Ausschau zu halten und die Kasse für ein günstigeres Angebot zu wechseln (siehe VERTRIEB).

Bild: Jochen Pimpertz, Leiter Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung, Institut für Wirtschaft Köln. (Quelle: IW Köln)
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