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Mifid: Die Kirche bleibt zunächst im Dorf

12.11.2015 – EuropaVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Kommt Mifid II jetzt doch erst ein Jahr später? Der für Finanzinstitute zuständige Direktor der EU-Kommission, Martin Merlin, hat diese Möglichkeit offenbar in Betracht gezogen. Die einen sehen in der Finanzmarktrichtlinie eine weitere Harmonisierung des Marktes, die anderen einen lästigen Quälgeist von opulentem Umfang.

“Regulierung ist kein Ziel an sich“, konstatiert Peter Schwark vom GDV anlässlich einer ausführlichen Untersuchung (siehe DOSSIER). Es soll darum gehen, “Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Versicherer ihre gesellschaftliche Rolle bestmöglich wahrnehmen können.“

Im Grunde ist er damit einig mit Gerhard Schick von den Grünen, der gegenüber VWheute einen “funktionierenden Wettbewerb auch bei komplexen Versicherungsprodukten” anmahnt. Politik und Wirtschaft unterscheiden sich erfahrungsgemäß aber in der Auslegung.

Bei der Mifid drohe die Europäische Union über das Ziel hinauszuschießen, kritisierte Bafin-Präsident Felix Hufeld. “In der Radikal-Mifidisierung, die wir seit geraumer Zeit beobachten, liegt kein Segen.”

Jetzt macht die Nachricht die Runde, dass die deligierten Rechtsakte seitens der Kommission wiederholt überarbeitet werden müssen und damit Mifid ein Jahr später kommt (siehe POLITICS). Bei denen, die in Mifid mehr Chancen als Risiken sehen, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Ein “Armutszeugnis” nennt das gar der EU-Parlamentarier Markus Ferber (CSU).
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Bildquelle: Schmuttel / pixelio.de

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