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Mehr Kinder braucht das Land

27.02.2014 – kinder-fasching-karneval-150Der Rheinländer Konrad Adenauer reagierte auf die Kritik seines Wirtschaftsministers Ludwig Erhard an der Umstellung der gesetzlichen Rentenversicherung auf eine Umlagefinanzierung mit dem Bonmot “Kinder kriegen die Leute immer”. Da hatte einer seinen Tacitus gelesen, denn schon der römische Geschichtsschreiber bewunderte den Kinderreichtum der Germanen. Tempi passati, heute ist alles anders.

Alle staatlichen Anstrengungen, das generative Verhalten der Deutschen zu befördern, laufen ins Leere. Die Menschen lassen sich eben nicht vorschreiben, wann und in welcher Rate sie sich vermehren. Ein Blick auf die Zahlen beweist: In Deutschland werden nur 8,1 Kinder je 1.000 Einwohner geboren. Das ist der niedrigste Wert, der je gemessen wurde. Der Trend scheint unaufhaltsam zu sein: Seit mehr als 40 Jahren sterben in Deutschland jährlich mehr Menschen als geboren werden.

Es war das Jahr 1971, als zum bislang letzten Mal mehr auf die Welt gekommene Kinder (1.013.396) als Gestorbene (965.623) registriert wurden. Seither ist die Zahl der Lebendgeborenen stetig abgefallen. Im Jahr 2011 waren es gerade mal 662.685. Gegenüber dem Vorjahr (2010) bedeutet dies ein Minus von 2,2 Prozent (etwa 15.000 Kinder weniger). Es ist die niedrigste Geburtenzahl, die Deutschland je verzeichnen musste. Vor 50 Jahren war es genau umgekehrt: Im Jahr 1964 kamen die meisten Kinder zur Welt, bilanziert die von solchen Verschiebungen direkt betroffene Versicherungswirtschaft.

Vom Kindersegen zur demografischen Existenzkrise war es ein langer Weg – in kurzer Zeit. Jetzt steht auch noch Karneval vor der Tür und wer soll, wenn das so weiter geht, in Zukunft rufen: Kamelle! Strüsschen! Alaaf!? (ak)

Bild: Karneval und Kinder gehören zusammen. (Quelle: ak)

Links: DOSSIER, POLITICS, Wenn die Baby-Boomer in den Ruhestand gehen

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