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Maschinen brauchen keine Lebensversicherung

21.04.2015 – Maschine_by_Dietmar Meinert_pixelioWenn heute der Google-Algorithmus angepasst wird, hat dies Auswirkungen auf die Arbeit von Versicherern. Primär geht es um die Erreichbarkeit potenzieller Kunden, digitales Tagesgeschäft für Experten wie Klaus Driever von der Allianz. Wenn Maschinen aber bald auch an sämtlichen Stellen eines Schadenszyklus entscheiden, steht das Risikomanagement vor einem gewaltigen Umbruch.

Heute geht es noch darum, sich beim Google-Algorithmus, so weit wie möglich nach vorne zu bringen. Wer Webseiten hat, die für die mobile Ansicht optimiert sind oder mit zahlreichen Apps arbeitet, landet künftig bei Suchanfragen vorne. Wie Konzerne auf Ankündigungen von Google reagieren, erläutert Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf Allianz Deutschland, im exklusiven Interview mit VWheute (siehe DOSSIER).

Algorithmen helfen aufzuzeigen, wo im Internet of Everything (siehe MÄRKTE) gute und wo schlechte Risiken sind. Wenn sich aber deren künstliche Intelligenz selbständig macht, stellen sich auch Fragen nach der Verantwortlichkeit von Entwicklern und Programmierern. Hier prallen in Diskussionen Welten aufeinander. Entscheiden tatsächlich nur noch die Maschinen, wie Techniksoziologin Zeynep Tufekci befürchtet? (siehe MÄRKTE)

Mensch und Maschine verschmelzen immer mehr – Fitness-Tracker und Prothesen auch hier nur ein erster Aufschlag. “Der tausendjährige Mensch ist schon geboren”, sagt Aubrey de Grey, Begründer des sogenannten Transhumanismus. Medizin und Ingenieurkunst, so die Lehre, sollen übermenschliche Eigenschaften verleihen.

Die Langlebigkeitsrisiken des tausendjährigen Menschen indes bekommt kein Algorithmus in den Griff. Vielleicht aber so: der Maschinen-Mensch von morgen braucht keine Kranken- oder Lebensversicherung. Er optimiert vielmehr seine Performance für Schadenfreiheit in der Betriebsunterbrechungspolice.

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