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Manager-Tribunale – wo keine D&O hilft

11.03.2014 – Uli-HoenessDer Kriminalfall des Top-Managers Hoeneß beschäftigt, nein, polarisiert die Nation. Wohl auch die Gemüter von Manager-Kollegen quer über alle Branchen.  Steht man in Anbetracht des dichten Paragraphenzauns – jetzt jenseits persönlicher Verfehlungen  – nicht immer auch mit einem Bein in der Risikozone illegaler Beargwöhnung?

Kläger gibt es im Zeitalter der Aufrufe zu ungehemmter anonymer Whistleblowerei zuhauf. Missgünstige Marktrivalen auch, die sich in Begleitung von investigativer Medienwucht darüber hermachen und Staatsanwälte agieren lassen, ehe Gerichte sprechen. Davor schützt dann auch keine D&O-Deckung. Die Fälle Wulf und Hoeneß, die nach Art und Gewicht nicht unterschiedlicher sein könnten, liegen im Hinblick auf die existenziellen Folgen dann doch dicht beieinander. Nicht zuletzt die Versicherer, die in so engem rechtlichen Datenkranz mit virulenter Verbrauchermacht im Tagesgeschäft stehen, sind verwundbar, wie entsprechende Vorgänge zeigen.

Nicht von ungefähr überrollt die Welle der unternehmerischen Compliance-Bewegung die weltweite Managementkultur. Sie entspringt weniger einer neuen Tugendmoral als vielmehr kühler Prävention, nicht in einen derartigen Strudel hineingezogen zu werden. Zur Prävention gehört aber auch ein Risikomanagement, das Handlungsszenarios für solche überfallartigen Krisensituation zwischen juristischem und medialem Tribunal abrufen kann.  Das hütet dann vielleicht auch vor solchen gedanklichen Verirrungen, wie sie der Handelsblatt-Gastautor Carsten Maschmeyer als „Unternehmer, Investor und Inhaber“ gestern unter der Überschrift „Kein Gefängnis für Steuersünder“ zeichnete. Solche Unterstützung in der Not ist des Manageransehens schnellster Tod. (hkm)

Link: KÖPFE

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