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Management von Überkapazitäten und Compliancerisiken

15.09.2015 – Risiko_lichtkunst.73_pixelioÜberkapazitäten in der Rückversicherung wie in der Seefracht. Während es in Monte Carlo um Szenarien und Modelle angesichts ausbleibender Großschäden geht, profitiert die Transportversicherung von erfolgreicher Präventionsarbeit. Ein heiß diskutiertes Thema auf der IUMI-Konferenz in Berlin: Monster-Risiken durch Monster-Schiffe.

Wie sich Rückversicherer eine Nische erobern, in denen sie Klientel bedienen und dort auch die angemessenen Preise durchsetzen, darum geht es aktuell in Monte Carlo (siehe MÄRKTE). Es besteht Handlungsbedarf: Denn bleiben die Schäden aus, steigt der Druck auf die Prämien und Vertragsbedingungen. Ein Ausweg à la Hannover Rück: “Wir konzentrieren uns auf die Verträge, bei denen wir nach unserer Beurteilung ein ausreichendes Preisniveau erzielen können”, sagt deren Vorstandschef Ulrich Wallin (siehe UNTERNEHMEN).

Risikomanagement lohnt sich für Transportversicherer. Denn eine Havarie auf hoher See kann bis zu eine Mrd. Euro kosten. Schätzungen zur Explosion in Tianjin nennen bereits sechs Mrd. US-Dollar Schaden. Wie stark deutsche Versicherer betroffen sind, ist laut IUMI-Präsident Dieter Berg noch unklar: Die Hälfte der dort beschädigten 17.000 Autos stammte aus deutscher Produktion (siehe DOSSIER)

Nicht zuletzt gehören Compliancerisiken zu den Emerging Risks angesichts immer komplexert werdender Lieferketten, worauf HDI-Manager Michael Salzmann hinweist (siehe KÖPFE). (ku)

Bildquelle: lichtkunst 73/ pixelio.de

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