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LV trotzen Niedrigzins und Regulierung – Werkstattgespräch schafft Klarheit

11.12.2013 – zangeDass es bei Banken auf Tagesgeldkonten angesichts der andauernden Niedrigzinsphase nur noch Magerzinsen gibt, die man mit der Lupe suchen muss, scheint kaum jemanden zu stören. Dagegen scheinen die größten Sorgen darin zu bestehen, ob Lebensversicherer noch ihren Garantiezins verdienen können oder ob sie nicht mit jedem Tag der politisch gewollten Niedrigzinsen immer mehr in die Klemme geraten. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) leistet heute in Berlin ein Stück Aufklärungsarbeit zum Thema und wirbt bei Nicht-Fachjournalisten um mehr Verständnis für die gesellschaftliche Bedeutung, die Wirkungsweise und die gegenwärtigen Nöte der Lebensversicherer.

Fakt ist: Kein Bankenprodukt ist in der Lage, elementare Risiken im Leben eines Menschen wie Tod und Langlebigkeit adäquat abzusichern. Bei der Riester-Rente ist es den Lebensversicherern gelungen, den Vorteil ihres Geschäftsmodells zu nutzen. Aber durch die niedrigen Zinsen werden sie in Zukunft  Probleme bekommen, den hohen Garantiezins für die Altverträge zu erwirtschaften.

Verbraucherschützer raten von Neuabschlüssen ab. Der gegenwärtige Garantiezins von 1,75 Prozent sei nicht lohnenswert, um langfristig für 30 oder 40 Jahr zu investieren, da er nicht einmal die Inflation abfange und über die Jahre womöglich eine negative Rendite produziere. Von einer ernsthaften Krise der Lebensversicherung ist die Rede, gar von ihrem Ableben. Doch die Statistiken der Bafin (siehe dazu auch die aktuelle Ausgabe der Versicherungswirtschaft: Krise! Welche Krise? – Lebensversicherer verzeichneten 2012 ein rekordverdächtiges Neugeschäft) zeigen, dass das Neugeschäft gar nicht so schlecht läuft. Produkte wie die Berufsunfähigkeitsversicherungen (plus zehn Prozent) oder Risikolebensversicherungen (plus elf Prozent) verkaufen sich besser den je.

Mit dem Workshop „Blackbox Lebensversicherung“ will der GDV die grundlegende Funktionsweise der Lebensversicherung darstellen. Dazu wird der GDV-Ausschussvorsitzende Mathematik und Statistik, Ergo-Vorstand Johannes Lörper, und GDV-Hauptgeschäftsführungsmitglied Peter Schwark sprechen. Weitere Unbill droht Versicherern und Vermittlern durch den Richtlinienvorschlag IMD2, über dessen mögliche Konsequenzen die Versicherungsforen Leipzig heute informieren (siehe DABEI). Lesen Sie mehr dazu im morgigen Tagesreport. (brs/epo/vwh)

Foto: Die Versicherungswirtschaft wird in die Zange genommen mit Niedrigzinsen und Regulierungsvorschriften. (Quelle: vvw)

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