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Lufthansa Betriebsrenten im Sinkflug

03.09.2013 – LufthansaNeue Vorschriften zur Rechnungslegung und die anhaltende Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) zwingen die Deutsche Lufthansa zur Revision ihrer Betriebsrenten. Noch in dieser Woche will das Unternehmen seine Mitarbeiter über Einzelheiten informieren. 

Es droht innerbetrieblicher Streit in der Lufthansa, zwischen der Unternehmensleitung und den mehr als 60.000 Mitarbeitern in den Bereichen Boden-Luft Personal, Catering und Technik. Hintergrund sind strengere Eigenkapitalregeln, die auf Forderungen der EU-Kommission zurückgehen. Danach sollen Unternehmen zur Stärkung ihrer Pensionskassen statt knapp fünf Prozent Eigenkapital bis zu achtmal höhere Mittel vorhalten, analog zu den Vorschriften für Versicherungsunternehmen, Stichwort “Solvency II”. Betroffen sind bundesweit über alle Branchen hinweg rund sechs Millionen Arbeitnehmer. Bei der Lufthansa sind die Details dazu in einem eigenen Tarifvertrag geregelt. Den will das Unternehmen nun kündigen und durch ein abgespecktes Betriebsrenten-Modell ersetzen. Mit Blick auf den zusätzlichen Kapitalbedarf drohen den Beschäftigten nun herbe Einschnitte in ihre betriebliche Altersversorgung.

Die deutschen betrieblichen Pensionskassen zählen 6,3 Millionen Anwärter und über eine Million Rentner, die heute schon Leistungen erhalten. Der zusätzliche Kapitalbedarf für die Branche läge bei 40 bis 50 Milliarden Euro, schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln – eine erhebliche Belastung. Laut dem Interessenverband Aba liegt das Gesamtvermögen der rund 150 deutschen Pensionskassen bei 110 Milliarden Euro (siehe DOSSIER).

Link: Streit um Betriebsrenten bei der Lufthansa

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