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Luftfahrtsicherheit: Vertrauen in die Psychologie der Massen

12.08.2014 – Rafael_Kurz_NeuVon Rafael Kurz.

Ein Hunderttausendstel Prozent – so groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Flugreise ums Leben zu kommen. Dass auch die Risikobewertung nicht immer streng rational verläuft, ist Grund, warum das Thema Luftfahrt an dieser Stelle zum Thema wird.

38 Tote erst wieder am Wochenende und nun auch im Iran – die Meldungen häufen sich. Im Sommer verdienen die Airlines das Geld für das ganze Jahr. Auf aktuelle Bilanzen haben die News zwar keinen Einfluss (siehe MÄRKTE), steht das Geschäft aber vor ernsthaften Einbrüchen?

Nein, denn etwa 6.500 Jahre fliegt ein Passagier laut Fluglinienverband IATA – und das täglich – bis er in einen tödlichen Unfall verwickelt wird. Und genau hier scheint die Psychologie der Massen eine doch rationale: Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat und trotz MH17, Air Algérie und Sicherheitswarnungen im Luftraum über Israel und jüngst auch Irak, meldete die IATA ein Plus von fast fünf Prozent bei den Passagierflügen. IATA-CEO Tony Tyler hatte bei der Präsentation gar sämtliche Krisengebiete und potentiellen globalen Gefahrenherde parat: selbst der Ebola-Ausbruch und die Russland-Sanktionen sind im Fokus. Das stärkt das Vertrauen.

“Die Versicherer könnten theoretisch Einfluss auf die Flugrouten (siehe POLITICS) nehmen, indem sie den gebotenen Deckungsschutz geographisch einschränken”, erklärt hierzu Delvag-Chef Reiner Siebert, dessen Unternehmen auf eine 90-jährige Expertise verweisen kann: “Allerdings reagieren die Fluggesellschaften üblicherweise selbst jedoch schneller auf eine geänderte Sicherheitslage, als es die Versicherer tun können” (siehe DOSSIER). Bevor die USA sich zu Luftangriffen gegen die IS-Milizen im Irak entschieden, hatten die Lufthansa und die Austrian Airlines ihre Verbindungen nach Ebril gekappt.

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