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Gezielte Gesundheitsprogramme für chronisch Kranke

29.10.2014 – health_chouerie_150Ein Gastkommentar von Peter Choueiri, Präsident Healthways International.

In allen OECD-Staaten sind die Gesundheitskosten während der letzten 50 Jahre um mehr als zwei Prozent über dem BIP-Wachstum gestiegen. Verbesserungen blieben jedoch aus. Am Standort D beläuft sich der Produktivitätsverlust durch einen unzureichenden Gesundheitszustand von Arbeitskräften auf jährlich bis zu 118,4 Mrd. Euro.

Bei der Frage, wie man Gesundheitskosten reduzieren und gleichzeitig Produktivität erhöhen kann, wird immer häufiger auf Well-Being verwiesen. Dieser erweiterte Gesundheitsbegriff betrachtet neben der physischen und psychischen Gesundheit auch Lebensaufgabe, soziale Beziehungen, Lebensumfeld und Politik. Well-Being wurde erstmals 1946 durch die WHO definiert und ist ein Indikator für den Gesundheitszustand einer Population.

Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor gibt es weltweit immer mehr Initiativen zur Messung des Well-Being von Populationen. Diese liefern jedoch nur Momentaufnahmen und geben keinen Aufschluss über Verlauf oder Beeinflussbarkeit von Well-Being.

Um sowohl makro- wie auch mikroökonomisch nachweisbaren Wert zu schaffen, werden skalierbare und kostengünstige Lösungen zur Verbesserung des Well-Being benötigt. Chronisch Kranke als Hauptkostentreiber müssen mit gezielten Programmen unterstützt werden. Man braucht Angebote für Menschen mit Lebensstilrisiken, mithilfe derer die Entwicklung chronischer Krankheiten verhindert oder verzögert werden kann. Und man muss die gesunden Menschen dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Diesen ganzheitlichen Ansatz nennt man „Population Health Management“.

Im wachsenden Markt um das Messen von Vitalitätswerten und Aktivitäten schaffen geräte- und datenbasisübergreifende Lösungen Transparenz über den Gesundheitszustand und das Verhalten ihrer Nutzer. Die Auswertung von Big Data liefert neue Erkenntnisse. Dynamische, longitudinale Well-Being-Daten zeigen langfristige Trends und Handlungspfade für evidenzbasierte Interventionen.

Letztlich liegt es unverändert am Einzelnen, seinen Gesundheitszustand zu verbessern bzw. zu erhalten. Digitale Instrumente und Coaching können hierbei nur unterstützen, indem sie sich präferierter Zugangskanäle bedienen. Eine erfolgreiche Engagement-Strategie baut auf vorhandenen Ressourcen auf und berücksichtigt kulturelle Besonderheiten sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verhaltensänderung und zur richtigen Einschätzung der Veränderungsbereitschaft.

Bild: Peter Choueiri, Präsident Healthways International. (Quelle: Healthways Int.)

Link: DOSSIER

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