Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 


- Anzeige -

Lebensversicherer unter Regulierungsdruck

31.08.2016 – Lebensversicherung_FotoliaLebensversicherer durchleben derzeit schwere Zeiten. Nicht nur, dass ihnen derzeit die niedrigen Zinsen das Leben schwer machen. Auch die Regulierungsvorgaben der Aufsichtsbehörden sowie die öffentliche Diskussion über die Altersvorsorge sorgen derzeit nicht gerade für positive Schlagzeilen. Einst als eines beliebtesten Produkte des deutschen Sparers beliebt, scheint die Lebensversicherung nur noch ein Abglanz alter Zeiten zu sein.

Laut aktuellem Bericht der Finanzaufseher haben einige Unternehmen so ihre Probleme, die geforderten Kapitalpolster zu stellen. Insgesamt drei Unternehmen lagen demnach sogar unterhalb der gesetzlich geforderten Anforderungen. Mehr als die Hälfte der Lebensversicherer nutzt derzeit die Übergangsregelungen. “In Zukunft werden sich einige Unternehmen erheblich anstrengen müssen, bei anhaltender Niedrigzinsphase und sich sukzessive abbauender Wirkung der Übergangsmaßnahmen die Solvabilitätsforderungen nachhaltig zu erfüllen”, konstatierte die Bafin.

Wesentlich kritischer schätzt hingegen Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will die Situation der Lebensversicherer ein: Nicht nur, dass diese seit Jahren “bereits Milliarden in die so genannte Zinszusatzreserve einzahlen”. Viele Unternehmen kämpfen darüber hinaus “mit einem systemischen Risiko”. Kurzum: “Viele Lebensversicherer haben eine schwere Grippe”.

Deutlich entspannter sieht hingegen Guido Bader, Vorstand der Stuttgarter Leben, die Situation der Branche: “Die Unternehmen haben sehr viel Zeit und Geld in die Umsetzung von Solvency II investiert und auch viel bei der Umsetzung erreicht. Im europäischen Vergleich dürften wir einen überdurchschnittlichen Umsetzungsstand haben”, betont er gegenüber VWheute anlässlich des heute beginnenden Strategiemeetings zur Lebensversicherung in Köln (siehe DOSSIER).

Und dennoch: Der Verkauf von Lebensversicherungen auf dem Zweitmarkt scheint durchaus attraktiv zu sein, auch wenn das Ankaufsvolumen mit rund 150 Mio. Euro im vergangenen Jahr eher moderat gewachsen ist, konstatiert Max Ahlers, Mitbegründer und Geschäftsführer von Policen Direkt in einem Beitrag für das Beratermagazin Value. Der Grund liegt nach Ansicht des Bundesverbandes Vermögensanlagen Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL) vor allem darin, dass bislang nur wenige “aufgeklärte Verbraucher” ihre Policen auf dem Zweitmarkt anbieten. (vwh/td)

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Ärzte genießen hohe Wertschätzung bei Patienten
Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland genießen derzeit ein hohes Vertrauen bei den Patienten. Demnach haben 91 Prozent der Befragten ein “gutes” bis “sehr gutes” Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt. Dies geht aus der neuen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor.

Rentner setzen auf Gold zur Alterssicherung
Gold zählt bekanntlich zu den wertvollsten Rohstoffen dieser Erde. Daher verständlich, dass auch Ruheständlicher auf das Edelmetall zur Alterssicherung setzen. Allerdings scheint es hier deutliche regionale Unterschiede zu geben, glaubt man dem Axa Deutschland-Report 2016. Demach vertrauen Ruheständler im Norden wesentlich häufiger auf Goldbarren und -münzen als im Rest der Republik.

“Fehlender Wille zur Einführung von Elektroautos” Das autonome Auto bringt einen umfassenden Wandel – doch wann es auf Deutschlands Straßen fahren wird, scheiden sich die Geister. Voll automatische Fahrzeuge werden schon bis 2025 das Straßenbild prägen, glaubt Michael Schramek vom “Netzwerk intelligente Mobilität”.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten