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Lastenheft für Führungskräfte

22.10.2014 – bittner_organomics_2014_150Eine Untersuchung von Thomas Bittner, Organomics GmbH.

Ohne Führung geht es nicht. Als soziale Wesen suchen Menschen nach Miteinander und Orientierung. Dies gilt insbesondere für das Arbeitsleben. Die Führung von Mitarbeitern ist für alle Beteiligten jedoch nicht ungefährlich: Fallstricke lauern an jeder Ecke. Und so mancher erfolgsverwöhnte Sachbearbeiter scheiterte in der Rolle als Führungskraft an seinen eigenen Mitarbeitern.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie Führung in der Versicherungsbranche umgesetzt wird: Gibt es ein einheitliches oder ähnliches Führungsverständnis, welche Ansätze oder Führungsstile werden verfolgt, welche Führungsinstrumente sind im Einsatz und wo wird „die Reise hingehen“ (siehe auch KÖPFE)? Dazu haben wir im Juni / Juli Experten von 51 deutschen Versicherern befragt, mit überraschenden Ergebnissen:

Ziele sind wichtiges Instrument, weil sie den Mitarbeitern Orientierung geben. Denn Unsicherheit ist ein ständiger Begleiter der Mitarbeiter: „Was wird von mir verlangt?“, „Welche Rolle soll ich einnehmen?“ „Wohin geht die Reise?“ Vereinbarungen mit eindeutig formulierten Zielen schaffen hier Abhilfe. Nur 22 Prozent der befragten Experten können bestätigen, dass die Führungskräfte ihres Versicherers stets verbindliche Individualziele mit ihren direkt zugeordneten Mitarbeitern vereinbaren. Weitere 31 Prozent glauben, dass dies schon mal häufiger geschieht. Und wo Individualziele vereinbart werden, da werden eher quantitative als qualitative Ziele vereinbart. Ziele werden jedoch viel zu selten ehrgeizig formuliert (trifft voll und ganz zu: 6 Prozent).

In immerhin 67 Prozent (Top-Box) der Unternehmen orientieren sich Führungskräfte in ihrem Verhalten an einem Wertekanon. Dabei stehen die Werte Vertrauen, Verantwortung und Verlässlichkeit ganz hoch im Kurs. In 69 Prozent der Unternehmen sind sich die Führungskräfte ihrer Vorbildrolle bewusst. Unsere Analyse zeigt: Je deutlicher Führungskräfte als Vorbild wahrgenommen werden, desto zufriedener sind die Mitarbeiter und umso stärker engagieren sie sich.

Was hingegen in den Köpfen der Geführten passiert, ist nicht überall klar. Fast ein Drittel der Versicherer führt seine Mannschaft „im Blindflug“ und verzichtet auf Mitarbeiterbefragungen oder 360-Grad-Feedbacks (siehe POLITICS).

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