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Kritische Infrastruktur

26.08.2016 – Infrastruktur_Carl-Ernst Stahnke_pixelioOb Infrastruktur, Flug- oder Seehäfen, Straßen, Telekommunikation oder alternative Energien – in Zeiten des Niedrigzinses bieten Investitionen in die Infrastruktur nicht nur den klassischen Versicherern ein lukratives Geschäftsfeld. Auch bei Pensionskassen erfreut sich dieses Geschäftsfeld immer größerer Beliebtheit. Wie nötig Investitionen in die Infrastruktur sind, zeigt der neue Weltrisikobericht der UNO.

Den Fokus legten die Experten in diesem Jahr vor allem auf die Infrastruktur und deren Zusammenhang mit Naturkatastrophen. Dabei scheint der Bericht vor allem ein alt bekanntes Gesetz zu bestätigen: Naturkatastrophen treten vor allem in ärmeren Ländern auf. Dabei werden Stürme, Erdbeben, Fluten oder Dürren jedoch erst dann zum Desaster, wenn Bewohner sich nicht ausreichend gegen die Gefahren geschützt haben.

Italien, welches erst jüngst wieder von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde, rangiert demnach auf Platz 119 des internationalen Rankings. Demnach trauen die Experten dem Land am Mittelmeer eher zu, die aktuellen Gefahren besser zu beherrschen, als die meisten anderen Länder. So scheinen sich auch die Schäden nach ersten Schätzungen für die Versicherer wohl eher in einem überschaubaren Rahmen zu halten. “Durch die vergleichsweise moderate Magnitude in einer Tiefe von rund zehn Kilometern kommt es zwar zu sehr starken Erschütterungen, jedoch nur in einem relativ eng begrenzten Gebiet”, wird Alexander Allmann, Erdbebenexperte der Munich Re, in der Welt zitiert.

Ein Grund dafür liegt allerdings auch in der entsprechenden Infrastruktur, die den Katastrophenhelfern eine schnelle Hilfe für die betroffenen Gebiete ermöglicht. Denn ein Risiko stellt dabei vor allem die chronische Unterversorgung in den Entwicklungsländern dar: Finden sich in Afrika durchschnittlich nur 65 Kilometer asphaltierte Straßen pro 100.000 Einwohner, sind es in Europa immerhin 832 Kilometer und in Nordamerika 552 Kilometer (siehe DOSSIER).

Für die Versicherer jedenfalls Chance und Risiko zugleich: Während die Infrastrukturinvestitionen einerseits als potenzielles Heilmittel gegen chronischen Niedrigzins gepriesen werden, bleiben die Risiken der Natur weiterhin nahezu unkalkulierbar. Eine potenzielle Möglichkeit, sich gegen Naturkatastrophen abzusichern, bieten sogenannte Cat-Bonds. Diese, “aber auch andere, alternative Instrumente, unterscheiden sich in einige Aspekten recht deutlich von der traditionellen Rückversicherung und können in bestimmten Fällen deutliche Vorteile für unsere Kunden bieten”, erläutert Jan-Oliver Thofern, Vorstandschef von Aon Benfield (siehe KÖPFE). (td)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Uniqa sieht sich auf Kurs
Der österreichische Versicherer Uniqa hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Ergebnissrückgang hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen mitteilte, ging das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum “erwartungsgemäß” um 44,3 Prozent auf 84,6 Mio. Euro (2015: 106,2 Mio.) zurück.

Arag kooperiert mit PayPal
Bezahlen mittels Kreditkarte oder PayPal ist jetzt auch für auch Versicherungsbeiträge bei der Arag möglich. Nach Informationen des Versicherers besteht kein Grund dafür, dass Kunden beim Online-Abschluss einer Versicherung auf gängige Zahlungsmittel im Internet verzichten müssen. Zudem können die Versicherungsbeiträge in Bonus- oder Meilenprogramme der Kreditkartenanbieter einfließen.

Smombies sind Verkehrsopfer und Verursacher zugleich
Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Telefonieren, das Checken von E-Mails, Nachrichten schreiben oder Apps nutzen: Rund zwei Drittel der Autofahrer und Fußgänger nutzen laut einer Studie der Axa Winterthur ihr Smartphone, während sie im Straßenverkehr unterwegs sind. Gleichzeitig stufen 94 Prozent der befragten Autofahrer die Geräte selbst als durchaus gefährlich ein.

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