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Klimaversicherung – bitte mehr davon

08.12.2015 – Solte_DirkVon Dirk Solte. Auf der Grundlage der bisher offen gelegten Selbstverpflichtungen allein ist der Klimawandel nicht zu stoppen, das Zwei-Grad-Ziel nicht zu halten. Wenn es zu keinem ambitionierteren Abschluss kommt, bedarf es zusätzlicher Anstrengungen auf privater Ebene. Der Vorstoß, Klimaversicherungen für die betroffenen ärmeren Regionen der Welt durch die weniger betroffenen reicheren Länder mitzufinanzieren, geht in die richtige Richtung, partnerschaftlich auch privates Engagement zu motivieren.

Wir brauchen mehr davon, gerade aber auch Partnerschaften, die nicht nur die Risiken verteilen, sondern Nachhaltigkeit fördern. Dazu muss global in den Auf-, Aus- und Umbau einer Wertschöpfungsfähigkeit investiert werden, die ökologische und soziale Leitplanken einhalten kann.

So können die Risiken minimiert und nicht nur die Schäden des Klimawandels solidarisch abgefedert werden. Versicherer mit dem Selbstverständnis der Gewährleistung von Zukunft durch Gestaltung werden dies wollen. Sie werden ihre Verantwortung wahrnehmen und die entsprechenden Prämienzahlungen einsetzen, um die Wirtschaft nachhaltig aufzustellen und die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen.

Der Klimagipfel COP 21 in Paris kann Anlass für ein neues Produkt der Versicherungsbranche sein. Wie wäre es mit einer Versicherung, die die Einhaltung des Zwei-Grad-Ziels gewährleistet? Die Prämien könnten genutzt werden, um CO2-Emmissionsrechte still zu legen und Grundlagen umweltverträglicher Wertschöpfung zu legen. So eine Police wäre doch ein phantastisches Geschenk an die Kinder; etwas, was man gerne vererben würde. (siehe MÄRKTE).

Bild: Dirk Solte, Geschäftsführer des Verlags Versicherungswirtschaft. (Quelle: vvw)

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