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Klare und harte Regeln für den Vertrieb

11.11.2015 – gerhard_schick_privatVon Gerhard Schick. Es gibt zu wenig gute Beratung beim Abschluss von Versicherungen in Deutschland. Wir sind gut darin, mit unseren Exporten Erträge zu erwirtschaften. Wenn es um die Absicherung von existenziellen Lebensrisiken oder Altersvorsorge geht, landet das Geld der Leute leider viel zu oft in schlechten Produkten mit hohen Kosten oder solchen, die nicht zur individuellen Situation der Leute passen.

Wir brauchen hier einen funktionierenden Wettbewerb auch bei komplexen Versicherungsprodukten und Berater, die ihrer Expertise wirklich zugunsten der Kunden einsetzen. Das setzt eine Regulierung des Vertriebs voraus, die sich daran orientiert, wie die Leute wirklich sind: Sie wollen sich möglichst wenig mit komplizierten Versicherungs- und Finanzfragen beschäftigen. Sie wollen sich auf ihren Vermittler oder aber auf das staatliche Angebot verlassen können. Um das zu erreichen, brauchen wir weniger, aber dafür klare und harte Regeln für den Vertrieb von Versicherungs- und Finanzprodukten.

Interessenkollisionen zwischen Vermittlern und Kunden müssen unterbunden werden. Die Aufsicht muss zentral, einheitlich und schlagkräftig organisiert werden. Verbraucher brauchen wenige, aussagekräftige Informationen. Wer Regeln verletzt oder falsch berät, muss rechtlich spürbar sanktioniert werden. Nur so kriegen wir einen funktionierenden Wettbewerb um die besten Produkte und niedrige Kosten. Das ist nicht nur im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch im Interesse der guten und seriösen Anbieter und Vermittler (siehe DOSSIER).

Bild: Gerhard Schick, stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses und finanzpolitischer Sprecher der Grünenfraktion im Bundestag, sprach zur Eröffnung des heutigen 4. Berliner Juristentages zum Thema “Faire Ordnung für den Versicherungsmarkt – Eine grüne Perspektive”. (Quelle: privat)

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