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Keine Kraftvergeudung für verlorene Bataillen

28.11.2014 – mertes_heinz_klaus_170Ein Kommentar von VWheute-Chefredakteur Heinz Klaus Mertes.

Gestern und heute im Blickpunkt: Zwei Frauen machen Schlagzeilen, die zeigen, dass dem aktuell aufgebrandeten Streit um Frauenvertretung und -macht  in Politik, Wirtschaft  und Unternehmen die Realität davon läuft.

 

  • Die Unternehmerin Susanne Klatten erwirbt für einen dreistelligen Millionenbetrag in der Finanzmetropole Frankfurt einen Büroturm, der als ein Wahrzeichen für dynamisches Investment und Zukunftswachstum steht. (siehe KÖPFE)
  • Im Deutschen Bundestag kreiste gestern die Debatte um den bei weitem größten Etat des Bundeshaushalts, der die sozialen  und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse des Industriestaates Deutschland wie kein anderer prägt. Verantwortlich und energisch regiert von einer Frau.
  • Bei der GDV-Jahrestagung vorgestern verabschieden die Top-Manager der deutschen Versicherungswirtschaft respektvoll mit Standing-Applaus die „Vorstandschefin“ der Bundesrepublik, von der sie sich gern die Richtung weisen ließen.

Frauen in Führung – an solchen Protagonistinnen entzündet sich offenbar keine Debatte, wenn sie Unternehmerinnen sind oder in der Politik die Pace ganz vorne machen. Aber in der Managementsociety der Spitzengremien der Aktiengesellschaften und auch sonst wo wirken sie bedrängend, weil via Quote ver-drängend in den bisherigen Reihen (siehe POLITICS). Aber, mögen noch so viele juristischen Einwände anzuführen und berechtigt sein: All das bedeutet eine verlorene Bataille und vergeudete Kraft, wenn die Politik ihre Gestaltungsmacht im Bunde mit dem gesellschaftlichen Gezeitenwechsel ausübt. Und das ist bei diesem Thema der Fall. (siehe auch hier POLITICS und KÖPFE und VERTRIEB).

Die Versicherer mögen sich an die quälende Diskussion um den Unisex-Tarif erinnern. Aktuariell waren sie im Recht, aber genutzt hat das am Ende nichts. Und so schlimm wurde es dann auch nicht. Also bitte: Als eine Branche in der traditionell die weibliche Belegschaft dominiert, die High Potentials braucht wie nie und die sich schon längst der Entwicklung auch auf der Top-Ebene – Quote hin oder her – geöffnet hat: Die Lobbykraft besser gegen Regulierungen einsetzen, die stärkere und verbreitetere Eingriffe in Unternehmensführung und Betriebsorganisation bedeuten. Die gibt es nämlich (siehe DOSSIER).

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