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Kein Anlass zum Riester-Frust

22.10.2015 – renter_pixelioFast schon kampagnenartig propagieren Experten Vertriebspotenzial angesichts dauerhaft niedriger Zinsen: Denn eine Riester-Rente verspricht allein schon durch die staatlichen Zulagen eine hohe Rendite. Der Erhalt des eingezahlten Kapitals ist dabei sicher.

Ein 50-Jähriger mit einem Jahresbrutto von 52.500 Euro vor Steuern kann allein mithilfe des Staates 5,3 Prozent Rendite auf sein eingezahltes Geld einstreichen, hat Finanztest ermittelt. Die Redaktion von Euro rechnet jetzt aktuell auf Euro und Cent: “Ein berufstätiges Ehepaar mit einem Kind kann via Riester gut und gern pro eingezahltem Euro ein jährliches Plus von etwa 40 Cent erzielen – allein durch Zulagen und Steuervorteile.” (siehe MÄRKTE)

Eine Verzinsung sei da noch gar nicht mit eingerechnet. Hier setzt auch Finanztest in der aktuellen Ausgabe wieder an: Riester-Bank­sparpläne würden zwar durch Niedrigzinsen zurückgeworfen, blieben aber dennoch für die Altersversorgung attraktiv. (siehe VERTRIEB)

Alles Argumente für Vertriebsspezialisten bei Banken und Versicherungen. Wieso der Boom aber ausbleibt? Die absoluten Rentenbeträge hauen keinen vom Hocker. Hier führt Euro den Testsieger HanseMerkur24 an, der gerade mal eine Rente von 184,66 Euro garantiert – beim vollen Ausschöpfen aller Fördermöglichkeiten. (ku)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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