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Regulierungsfragen? Keep it simple

30.06.2015 – Boerse_Andreas Hermsdorf_pixelioDie Börse sagt auch im Fall Griechenland die Wahrheit. Für Mr. Dax Dirk Müller sieht in der Hellas-Krise aber ein “Nicht-Ereignis”. Versicherer kämpfen – die Branche sieht sich lediglich sekundär betroffen – aktuell dagegen im Würgegriff der Regulierung.

Die Politik sucht ihre Position. Enttäuschung bei Jean-Claude Juncker & Co, Kanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel halten die Tür für Alexis Tsipras offen (siehe SCHLAGZEILEN).

Trotzdem droht dem Land vorerst keine Herabstufung auf “Zahlungsausfall”, denn bei den Gläubigern handelt es sich um öffentliche Organisationen. Die Bonitätsnoten von Ratingagenturen beziehen sich aber nur auf die Bedienung von Schulden gegenüber privaten Kreditgebern.

“Wenn wir einen Crash kriegen, ist Griechenland sicherlich nicht der Auslöser. Griechenland hat die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bundeslandes Hessen”, erklärt Mr. Dax Dirk Müller gestern gegenüber Börse Online. Auswirkungen auf die Versicherer würden sich ohnehin in Grenzen halten, hatte jüngst GDV-Chef Alexander Erdland verdeutlicht.

Wo manch Versicherer sich indes verzweifelt aus der Umklammerung zu winden sucht, die zunehmenden Anforderungen der Regulierung: Bafin-Abteilungsleiterin Beatrice Freiwald rechtfertigt gegenüber VWheute Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers (siehe POLITICS).

Professor Paul Kirchhof erklärte hierzu gestern in Frankfurt: “In jedem Rechtsgebiet darf es nur soviel Regeln geben, wie der zuständige Referatsleiter im Kopf behält.” Keep it simple, auch hier seine Devise (siehe DOSSIER). (ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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