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Kalaschnikows gegen die Freiheit des Bleistifts

09.01.2015 – Kalaschnikow gegen SatireZuruf von Dieter Hanitzsch, politischer Karikaturist

Karikaturisten sind nicht zimperlich – sie beißen, spießen auf und treffen. Aber sie morden nicht. Die Tragödie in Paris ist ein kriegerischer Akt, wie er asymmetrischer nicht sein kann.

Tödliche Kalaschnikows gegen die Waffen des Geistes und der kreativen Freiheit. Jede ihrer Formen -  auch die der Karikatur als zeichnerische Satire – ist unverzichtbar, wollen wir nicht als freie Gesellschaft an Verdünnung der Lebensluft zu Grunde gehen. Was denn, wenn es etwa die Sprache der Karikatur nicht geben würde? Es fehlte die Wahrheitssuche durch bildhafte Zuspitzung und das ist ein Teil der Meinungsfreiheit.

Die kann es so wenig „ein bisschen“ geben wie ein wenig Schwangerschaft. Habe ich als politischer Karikaturist jetzt Angst zuzuspitzen? Nein, aber man wird Gedanken, was der eigene Bleistift auslösen könnte, nach den Bildern von Paris  auch nicht so ohne weiteres wegwischen können. Schon überlegendes  Zögern engt Freiheit ein, die auch von Spontanität lebt, ein. Ich werde mich dagegen wehren und hoffe, dass die mörderischen Bilder von Paris sowohl aufrütteln wie die Chance haben, allmählich zu verblassen.

Dieter Hanitzsch zeichnet regelmäßig Cartoons für das Magazin Versicherungswirtschaft.

Karikatur: Dieter Hanitzsch

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