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Ist der Eiopa-Stresstest kontraproduktiv?

26.01.2016 – Checklist_FotoliaExperten warnen vor falschen Schlüssen, die aus den Ergebnissen gezogen werden könnten: Heute veröffentlicht die Eiopa den ersten Stresstest zur betrieblichen Altersvorsorge. Bereits im Vorfeld hatte es Einwände gegen den Ansatz gegeben. “Bei Verpflichtungen, die eine so lange Laufzeit haben, nicht angemessen”, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft betrieblicher Altersversorgung Aba.

“Kurzfristige Anreize”, könnte die Konzentration auf die Erfüllung der Vorgaben setzen, hatten die Aba-Experten befürchtet. Dies könnte zu prozyklischem Verhalten führen und so der stabilisierenden Wirkung entgegenwirken. Die Position: Es sollte auf Anforderungen verzichtet werden, die bAV nicht sicherer dafür aber teurer machen.

Georg Thurnes, stellvertretender Vorsitzender der Aba, geht im Interview mit VWheute ins Detail. Er geht davon aus, dass der Test “nur wenig verwendbare Ergebnisse” bringen werde. Demnach seien die “Stressszenarien des Eiopa-Stresstest aber für deutsche EbAV zumindest teilweise zu praxisfern” (siehe POLITICS).

Sinnvollere Einblicke in die Ausstattung von Pensionseinrichtungen bietet ohnehin eine Analyse der Kapitalanlagen-Managements. Dies offenbarte eine Sichtweise im Vorfeld des Stresstests in Investment & Pensions Europe. Hier wurde auf die Gefahr hingewiesen, dass falsche Schlüsse aus dem Stresstest die zweite Säule der Altersversorgung ernsthaft gefährden können. (ku)

Bildquelle: Fotolia
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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Brüssel stärkt deutschen Betriebsrenten den Rücken
Einen Tag vor der Veröffentlichung der Stresstestergebnisse für Pensionskassen am heutigen Dienstag durch EIOPA in Frankfurt am Main hat sich der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) dafür ausgesprochen, dass die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) nicht mit beliebigen Finanzprodukten über einen Kamm geschoren werden.

Deutsche Unternehmen profitieren vom Iran
Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran bedeutet auch für deutsche Unternehmen große Chancen, aber auch manche Risiken. “Die wirtschaftlichen Potenziale im Iran sind groß, gerade auch für deutsche Exporteure”, sagt Ludovic Subran, Chefvolkwirt bei der Euler Hermes Gruppe. Dennoch sei es “ein “El Dorado”, bei dem nach Aufhebung der Sanktionen sofort das Gold auf der Straße liegt”.

Versicherte sollten auf Fondsauswahl achten
Die früher üblichen hohen Verzinsungen bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen mit lebenslangem Garantiezins gehören der Vergangenheit an. Dennoch hat diese Produkte ihre Daseinsberechtigung in den Portfolios der Deutschen. Während einige Anbieter die klassische Form dieser Anlage ganz aus ihrem Produktkatalog streichen, lohnt ein Blick auf fondsgebundene Versicherungen, schreibt Tobias Schmidt, Vorstandssprecher der Feri EuroRating Services AG in Bad Homburg für VWheute.

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