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Gefragt: Versicherer-Investitionen in die Infrastruktur

26.08.2014 – Rafael_Kurz_NeuVon Rafael Kurz.

Allmählich kommt Zug in die Geschichte. Tatsächlich scheinen für Versicherer im Bereich der Infrastruktur die Möglichkeiten handfester zu werden, mit dem Segen der Politik im größeren Stil dem Marktauftrag als Kapitalsammelbecken und Investor nachzukommen. Die Politik reicht die Hände, der GDV schlägt ein. Auch Regulierungsgräben scheinen überwindbar, wenn neue Ufer erreicht werden sollen, erreicht werden müssen.

Der Zustand des öffentlichen Verkehrswegenetzes leidet offensichtlich unter gewaltigem Nacholbedarf, der über Jahre gewachsen ist. Nicht zu reden von Investitionen in die Zukunft. Was liegt also näher, private Investoren mit langfristiger Perspektive einzubinden? Der Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat jüngst angekündigt, dass zusammenwachsen kann, was zusammen gehört und Versicherungen wie Pensionsfonds in Sachen Public Private Partnership ein herzliches Willkommen angeboten.

Einen konkreten Fahrplan wünscht sich GDV-Präsident Alexander Erdland, für mehr Planungssicherheit (siehe POLITICS), wann denn auf den jeweiligen Zug aufzuspringen ist. Dazu bietet der GDV ein Positionspapier, wie Bedingungen für Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und Energien verbessert werden können. Auch Versicherer wie die Generali haben sich bereit erklärt, den Dialog aufzunehmen. Finanzvorstand Torsten Utecht kann sich vorstellen, dass neuartige staatliche Agenturen entsprechende Kooperationsmodelle ermöglichen können.

Allianz Global Investors sehen ohnehin den Weg bereitet. Mehr und mehr marktorientiert seien Investitionen in Erneuerbare Energien, die keine unwichtigen Baustellen kommender Infrastruktur darstellen (siehe DOSSIER).

Die Leitplanken weisen also in eine produktive Richtung. Bei allen Details, die noch geklärt werden müssen, nimmt Allianz-CEO Michael Diekmann die europäische Dimension mit Solvency II in den Blick: “Angesichts stabiler Cash-Flows und einer geringen Ausfallwahrscheinlichkeit dieser Investments”, befindet er, “spiegelt die bislang geforderte Kapitalunterlegung für einzelne Teilbereiche nicht das tatsächliche Risikoprofil wider.”

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