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Insurtechs: Fluch oder Segen?

14.09.2016 – Digital_Sugar_FotoliaVersicherungs-Start-ups mischen bekanntlich seit Jahren die Branche auf und bringen frischen Wind in die Finanzwelt. Doch die Eintrittsbarrieren sind hoch. Die Branche steht daher in diesen Tagen vor der Herausforderung, den richtigen Mix zwischen Altbewährtem und neuen Trends zu finden. Einst belächelt, haben sich Knip & Co. längst zu einer festen Größe in der Finanzwelt entwickelt. Die etablierten Player denken daher längst über Kooperationen nach.

Wie Banken, Versicherer, Start-ups und Investoren von entsprechenden Kooperationen profitieren können, erörtert heute eine hochkarätig besetzte Konferenz für Finanztechnologie in Deutschlands Finanzmetropole Frankfurt am Main. Der Allianz machen die digitalen Herausforderer auf dem Markt erwartungsgemäß “keine große Angst”. “Dennoch beobachten wir die Tech-Szene auch über den Finanzsektor hinaus sehr intensiv”, betont Axel Weßling von der Allianz Leben.

“Sie brauchen Mitarbeiter, die sich mit internationaler Kapitalanlage auskennen, Leute die sich mit der Abwicklung vielerlei Transaktionen beschäftigen und letztlich benötigen sie einen Deckungsstock an Kapital, den die Allianz seit Jahrzehnten aufgebaut hat. So etwas gelingt nicht über Nacht”, konstatiert der Allianz-Mann gegenüber VWheute (siehe UNTERNEHMEN).

Naturgemäß etwas anders sehen die Versicherungs-Start-ups selbst die digitalen Herausforderungen der Zukunft. Um in einem späteren Lebenszyklus das aktuelle Versichererdilemma zu vermeiden, “müssen wir unser System heute bereits flexibel aufsetzen”, betont Karl Dieterich, Geschäftsführer von Covomo: “Da werden die Versicherer sich uns angleichen”. Den Vorteil der vermeintlich Jungen Wilden sieht der Unternehmer unter anderem darin, “zum Beispiel keine technische Altlasten zu haben und Produkte und Prozesse heute auf der grünen Wiese designen” zu können (siehe DOSSIER).

Dass die Insurtechs durchaus auch frischen Wind in die Branche bringen können, zeigt eine Studie von Stefan Grösser, Professor an der Berner Fachhochschule. Auffallend sei hingegen auch, dass fast 65 Prozent der digitalen Ansätze die Angebote der Versicherer komplementieren und 21 Prozent eine Konkurrenz für die etablierten Player darstellen (siehe VERTRIEB). (td)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Japans Lebensversicher als passende Fallstudie
Die Zentralbanken haben auf die letzte Finanzkrise weltweit mit einer massiven Erhöhung der Liquidität und der Senkung der Leitzinssätze auf historisch niedrige Niveaus reagiert. Für ein solches Szenario bietet sich der japanische Lebensversicherungsmarkt als passende Fallstudie an, konstatiert Dirk Nieder, Regional Director Life/Health North East Asia der General Reinsurance AG, anlässlich seines heutigen Vortrages im Rahmen der Veranstaltung “DAV vor Ort” in Wiesbaden.

Pflegezusatz leidet unter doppelter Verdrängung
Der Verkauf von Pflegezusatzversicherung bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. “Bisher hat nur vier Prozent der Bevölkerung einen solchen privaten Schutz abgeschlossen”, sagte Christoph Helmich, Vorstandsvorsitzender des Continentale Versicherungsverbundes auf dem 16. PKV-Forum in Köln. Ein Grund er im negativen Image des Produktes.

AGCS fordert bessere Regulierung beim Drohneneinsatz
Der Industrieversicherer AGCS sieht derzeit einen Betrieb von Drohnen durch eine fehlende Regulierung erschwert. “In vielen Ländern gibt es wenige bis gar keine Standards für die Pilotenausbildung oder die Wartung”, erklärt James Van Meter, Aviation Practice Leader bei der AGCS. Vielmehr sei eine fundierte Ausbildung der Piloten ein wesentlicher Faktor für die Reduzierung des Unfallrisikos.

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