Versicherungswirtschaft-heute
Sonntag
11.12.2016
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Innovationsschub durch Insurtechs

15.11.2016 – Businessman using digital tactile screen with chartsVon Sylvie Hauke, Projektleiterin InnoVario. Der digitale Wandel beeinflusst auch das Geschäftsmodell der Assekuranz. Treiber sind sowohl die neuen technischen Möglichkeiten, wie Telematik, Big Data und Business Intelligence als auch der hybride Kunde, der u.a. optimal integrierte Online- und Offline-Kanäle und hohe Servicequalität erwartet.

Denn “Versicherungskunden wollen heute mehr und mehr den Service, den sie auch aus anderen Branchen gewohnt sind”, konstatiert Fred Wagner vom Institut für Versicherungslehre der Universität Leipzig. Insbesondere Insurtechs/Start-ups drängen vermehrt auf den Markt und sorgen für einen beträchtlichen Innovationsschub in der Versicherungswirtschaft.

Dies liegt zuletzt nicht nur daran, weil sie die Kunden und deren Wünsche in den Mittelpunkt rücken sowie dabei digitale, intuitive und neuartige Services und Angebote verfolgen, bspw. community-basierte Ansätze oder App-Lösungen, die ein digitales Versicherungsmanagement ermöglichen. Diese Lösungen sollen den Kunden in jeder Lebensphase bestmöglich unterstützen. Die Angst der Versicherungsunternehmen wächst, den Versicherungskunden an die neuen Player zu verlieren (siehe DOSSIER).

Versicherungsunternehmen werden zwar weiterhin die Risikokalkulation übernehmen, Produkte entwickeln und Risiken tragen, aber sie werden ihre Prozesse optimieren, digitalisieren als auch kunden-und serviceorientiert gestalten müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Versicherungsunternehmen sind daher auf die Transformation ihrer Geschäftsmodelle und die Identifikation von Potenzialen innovativer Ansätze und möglicher Kooperationspartner angewiesen.

Dabei stellt sich die wichtige Frage, wie die Branche mit den Entwicklungen umgeht und welche Lösungsansätze die einzelnen Häuser für adäquat halten. Einige Versicherer werden auf Kooperationen setzen und möglicherweise Teile ihrer Wertschöpfungskette an innovative Unternehmen und Insurtechs/Fintechs ausgliedern. Andere Häuser werden proaktiv auf interne Lösungen mit eigenen Innovationszentren setzen.

Die heute beginnende InnoVario in Köln hat sich die Intensivierung des Dialogs zwischen Repräsentanten traditioneller Versicherungsunternehmen und Vertretern von Start-ups bzw. innovativen Unternehmen über innovative Geschäftsideen, neue Produktmodelle, Optimierungspotenziale relevanter Prozesse sowie zukünftige Entwicklungen in der Assekuranz zum Ziel gesetzt.

Bild: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Neue Niederlassung der Südvers in Hannover
Die Südvers ist ab dem 1. Januar 2017 mit einer neuen Niederlassung in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover vertreten. Hintergrund ist die Übernahme Hannoversche Versicherungs-Vermittlung AG mit 180 niedersächsischen Industrie- und Gewerbekunden. Leiter der neuen Niederlassung ist Michael Nözel. Die Angestellten der Hannoverschen sollen alle übernommen werden.

Steigendes Armutsrisiko in Europa
In Europa sind immer mehr Menschen trotz eines Vollzeitjobs von Armut betroffen. Allein 2015 waren 7,8 Prozent der Beschäftigten von Armut bedroht. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 7,2 Prozent. Dies geht aus dem neuen Social Justice Index 2016 der Bertelsmann Stiftung hervor. Die Gründe sehen die Experten vor allem im wachsenden Niedriglohnsektor und der Zunahme sogenannter atypischer Beschäftigungsformen.

Verbraucher “gescheit” informieren
Lebensversicherer, die ihre Altkunden mit hochverzinsten Verträgen zur vorzeitigen Aufgabe derselben motivieren, stoßen bei der Aufsicht nicht auf Missfallen. “Es ist die Verpflichtung eines jeden Vorstandes Belastungen seines Unternehmens zu verhindern oder abzubauen”, sagte Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund am Montag auf einer Fachkonferenz in Köln.

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