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Immobilien sind Konsum und keine Altersvorsorge

28.03.2014 – FertighausEigen Heim ist traut allein: Fragt man die Bundesbürger zum Thema Finanzen und Altersvorsorge, so wollen alle unter ein Dach schlüpfen, und das gehört am besten ihnen selbst. Jetzt zeigt eine Studie, wie unrealistisch für viele der Wunsch nach dem Eigenheim ist. Die einen rufen nach mehr staatlicher Hilfe, aber kaum einer ruft nach mehr Vernunft.

4.000 Euro pro Quadratmeter muss man schon hinblättern, wenn man sich in Großstädten wie Hamburg oder München ein eigenes Haus kaufen möchte. Das ist auch kein Problem. Doppelverdiener haben in der Regel mehr finanzielle Ressourcen als Kinder. Zudem sind die Zinsen niedrig und das ist verführerisch. Jetzt will auch MLP Immobilienmakler werden (siehe VERTRIEB). Dabei blenden die meisten Hauskäufer aus, dass der Markt nicht für immer so bleiben wird. Was passiert, wenn in zehn oder fünfzehn Jahren die Zinsbindung ausläuft und das Land in eine Inflation hineingeraten ist, die nur mit hohen Zinsen noch einzudämmen ist? Wo die Zinsen in zehn Jahren stehen werden, wissen nicht einmal die versiertesten Ökonomen.

Eine jetzt veröffentlichte Studie von Genworth (siehe Märkte) zeigt, wie unrealistisch der Traum vom Eigenheim ist. Wer nach einer Entlastung von Grundsteuer ruft oder eine Wiedereinführung der Eigenheimzulage fordert, droht unser Land in ein amerikanisches Szenario hineinzureden. Der Traum vom Eigenheim hat den amerikanischen Traum wie eine Seifenblase platzen lassen, als die Investoren an dem Triple-AAA-Anleihen zu zweifeln begannen. Bis heute hat sich die USA von der Finanzkrise nicht berappelt. Immobilien sollten als Konsum betrachtet werden, nicht als Altersvorsorge. (ba)

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