Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Hintergründige Garantien

18.09.2013 – muenzen-lvGarantien sind die Seele des Lebensversicherungsgeschäfts. Jetzt scheint mitunter zu gelten „Save Our Souls”. Aktuelles Beispiel: Aus Berliner Hintergrundgesprächen drang die Tage mehr oder minder Zuverlässiges durch über die Qualität des Dementis der Bafin-Präsidentin Elke König in der Bild-Zeitung, in der sie eine weitere Absenkung des Garantiezinses von derzeit 1,75 Prozent zum 1. Januar 2014 ausschloss.

Damit sei keineswegs gesagt, dass sich nicht nach diesem Datum – also im Laufe des kommenden Jahres – eine solche Absenkung wegen der anhaltenden Draghi-Politik des Niedrigstzinses als unabweisbar herausstellen könne, heißt es in hauptstädtischen Kreisen. In der Tat: Für das in dieser Frage entscheidende Bundesfinanzministerium leitet sich der Garantiezins von der Umlaufrendite von Staatsanleihen mit Spitzenrating im Euro-Raum ab. Und die sind so, wie sie sind – ganz unten. Wie man auch hört, sind in der Branche teilweise die technischen Vorbereitungen für eine Zinsumstellung schon im Gange.

Zinsabsenkungen, die sich zunächst als eine Leichterung der Rendite-Bringschuld für die Unternehmen darstellen, sind freilich an eine Schwelle geraten, die das Geschäftsmodell der Lebensversicherung an sich gefährden. Und zwar aus Kundensicht, was sodann unmittelbar die Vertriebsgrundlagen erschüttere, weil damit zwangsläufig die Refinanzierung der derzeitigen Abschlusskosten in Frage gestellt sei. So kommt auf den Vertrieb als dem „Maschinenraum der Branche“ ein doppelter Druck zu: Weniger Abschlüsse und geringere Margen. Es scheint, dass das Schlüsselwort Garantie in mehrfacher Richtung, angesichts der Zeitumstände, zum Unwort werden könnte.

(Siehe auch DOSSIER)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten