Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Heißer Renten-Herbst

10.08.2016 – Rente_Fotolia_102923085Reisen, Lesen oder die Enkelkinder hüten – die Gestaltung des Lebensabends fällt für gewöhnlich sehr individuell aus. Dabei scheint die einst so sicher geglaubte Heilige Kuh der Rente heute wohl selbst zunehmend an Altersschwäche zu leiden. Das Rentenniveau sinkt, die Riester-Rente ist umstrittener denn je und die bAV droht im Klein-Klein von Politik und Wirtschaft zerrieben zu werden. Der Renten-Herbst scheint heiß zu werden.

Im Fokus der Beobachter wird dann vor allem Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles stehen, die mit der Flexi-Rente den rechtlichen Rahmen für flexible Übergänge vom Erwerbsleben in den Ruhestand verbessern will. Ebenfalls auf dem Tisch der Sozialpartner und Politik landen werden zudem auch ihr Vorschlag eines Sozialpartnermodells Betriebsrente sowie die zuletzt so gescholtene Riester-Rente. Spannend bleibt auch, ab wann der von GDV-Präsident Alexander Erdland geforderte Runde Tisch tagen wird, an dem alle Beteiligten der drei Säulen der Alterssicherung zusammenkommen sollen (siehe DOSSIER).

Der Sozialverband VdK Deutschland hat jedenfalls seine Forderungen zur Zukunft des Rentensystems formuliert. Die wesentlichen Kernaussagen: Stabilisierung des Rentenniveaus, neue Elemente in der gesetzlichen Rentenversicherung, um der Altersarmut zu begegnen, sowie deren Ausbau zu einer Erwerbstätigenversicherung und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die betriebliche und private Altersvorsorge (siehe POLITICS).

Die Betroffenen selbst scheinen sich jedenfalls zunehmend Sorgen um die eigene Altersvorsorge zu machen. Lediglich 41 Prozent der Deutschen sind laut einer aktuellen TNS Infratest Blickpunktstudie davon überzeugt, später im Alter gut auszukommen (siehe MÄRKTE). Der Trend zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge scheint also wichtiger denn je – sonst verliert der einst geflügelte Satz des früheren Arbeitsministers Norbert Blüm vollends an Glaubwürdigkeit, der da hieß: “Die Rente ist sicher”. (td)

Bildquelle: Fotolia

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Munich Re als Fels in der Brandung
Einen Konzerngewinn in Höhe von 1,4 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2016 (Vorjahr: 1,86 Mrd. Euro) hat der weltgrößte Rückversicherer, die Munich Re, in München bekannt gegeben. Trotz größerer Schäden aus Naturkatastrophen wie Waldbrände in Kanada, Erdbeben in Japan und zahlreicher kleinerer Schäden in Europa hat der Konzern damit schon mehr als die Hälfte des prognostizierten Jahresgewinns von 2,3 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Solvency-II-Bericht: Alle Versicherer erfüllen Vorgaben
Gute Nachrichten für die Versicherer. Mit wenigen Ausnahmen im Schaden-/Unfall-Bereich konnten alle Versicherer die Vorgaben der neuen Solvabilitäts-Kapitalanforderungen (SCR) in ausreichendem Maße bedecken. Das zeigen die ersten Zahlen nach Einführung des neuen Aufsichtsregimes Solvency II zum ersten Januar 2016, deren Ergebnisse die Bafin jetzt vorgelegt hat.

Talanx und Nord-LB unterstützen Solarparks
Talanx begleitet zusammen mit der Norddeutschen Landesbank eine Projektfinanzierung von zwei seit 2010 bei Cottbus in Brandenburg operierenden Solarparks. Als Investor arbeitet der Versicherer erstmals bei dieser Anschlussfinanzierung mit der Nord-LB zusammen. Die Fremdfinanzierungsmittel wurden im Rahmen einer strategischen Kooperation zur Verfügung gestellt.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten