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Haftung: Einfach mal loslassen?

09.09.2015 – gorr_davidVon VWheute-Redakteur David Gorr. Grenzenloses Vertrauen in Technik ist nicht gut, Kontrolle delegieren schon gar nicht. Während hierzulande unter Verkehrsjuristen ein Streit über die Rechtslage führerloser IT-Kabinen tobt, legt sich Boston Consulting indes in ihrer Studie fest: Wer sich ein Roboterauto anschafft, übernimmt auch die Haftung.

Schlichte Begründung: Wenn die Technik versage, dann sei der Besitzer des Fahrzeugs seinen Wartungspflichten nicht nachgegangen. Somit wäre die Rechtslage klar, nur die Technik bereitet den Automobilherstellern Probleme.

Lösungen für Cyber-Sicherheit, die Herstellung von hoch auflösenden Landkarten und die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation müssen noch gefunden werden, lautet der Tenor der Boston Consulting-Studie “Revolution versus Regulation” (siehe MÄRKTE).

Weiterer Studienbefund: Elektromobilität ist out, Konsumenten würden ihr Geld lieber in selbstfahrende Vehikel investieren. Dieser Trend dürfte sich auf der IAA bewahrheiten.

Paradox ist nur: Aussteller präsentieren selbstlenkende Automobile mit einem Lenkrad. Aber das wird nicht gebraucht, nur für den Moment des Loslassens – Haftung inklusive.

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