Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Großschäden entstehen auch ohne Sachbeschädigung

09.12.2015 – Feuer_Lagerhalle_Paul-Georg Meister_pixelio.de.jpg - Windows-Fotoanzeige“Ganze Wirtschaftszweige” sieht AGCS-Chef Chris Fischer Hirs durch Betriebsunterbrechungen mittlerweile gefährdet. Die Schaden-Cluster verlagern sich laut Global Claims Review, der VWheute vorab vorliegt, in Richtung Asien. In direkter Folge betroffen sind damit dann auch die Kreditversicherer, die heute möglicherweise ein weiteres Rekordhoch des Deckungsvolumens vermelden.

In Köln zieht Thomas Langen, Vorsitzender der Kommission Kreditversicherung, heute Bilanz. Im vergangenen Jahr erreichte das Deckungsvolumen der Warenkreditversicherer für die ersten neun Monate mit 387 Mrd. Euro eine neue Rekordmarke.

Falsch indes lagen die Experten – damals noch um Vorsitzenden Ralf Meurer – bei der Schätzung der Unternehmensinsolvenzen. Einen Anstieg von zwei Prozent auf dann 25.000 hatten die Kreditversicherer prognostiziert. Creditreform hat mit 23.230 Firmenpleiten den tiefsten Wert seit 1999 festgestellt (siehe SCHLAGZEILEN).

Allerdings: “Moderne Lieferketten mögen flexibel und kosteneffizient sein, sie sind allerdings gleichzeitig in hohem Maße störanfällig”, erläutert Alexander Mack, Chief Claims Officer der AGCS.

Zentrale These der Global Claims Review 2015: Cyber-Attacken, politische Gewalt, Streiks, Pandemien oder Stromausfälle haben das Potenzial, Unternehmen enorm zu schaden, ohne dass Sachwerte oder Gebäude beschädigt werden. (siehe UNTERNEHMEN) (ku)

Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de

__________

Weitere News im Blick von VWheute:

Swiss Re sieht keinen Revolutionsbedarf
Die Swiss Re bekräftigte gestern auf dem Investorentag ihre neuen Finanzziele. Nach dem Beinahezusammenbruch vor sieben Jahren demonstriert der Rückversicherer seine Stärke. Im vergangenen Jahr hat die Swiss Re die Munich Re als größten Rückversicherer der Welt verdrängt. Was die Profitabilität anbetrifft, sind die Schweizer dem Rivalen um Längen voraus.

Assekurata beanstandet stationäre PKV-Tarife
Die Ratingagentur Assekurata hat die Bedingungen der Stationären Zusatzversicherung als marktweit “absolut unzureichend für die Kunden” kritisiert. In keinem der 63 Bedingungswerke finde sich die eigentlich naheliegende Definition des Leistungsfalles: Assekurata-Chef Reiner Will sieht “generellen Klarstellungsbedarf.”

Renaissance der Ausschließlichkeit
Bei Krankenversicherungen dominiert der Ausschließlichkeitsvertrieb, Lebenprodukte werden weiterhin über Banken verkauft. Unabhängige Vermittler leiden hingegen unter der Provisionsdeckelung und der relativ schwachen Position im Einmalbeitragsgeschäft. Das ist das Ergebnis des Vertriebswege-Surveys zur Personenversicherungen von Towers Watson.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten