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Global Business für starke Nerven

10.12.2015 – ludovic_subran_eulerhermesDeutschlands Unternehmen geht es so gut, wie schon lange nicht mehr. So ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1995 gesunken. Gleichzeitig sehen die Kreditversicherer eine globale Zunahme politischer Risiken voraus. Besonders “in der chinesischen Mauer zeigen sich weitere Risse”, konstatiert Ludovic Subran, Chefvolkswirt von Euler Hermes.

“Die dortige Zahlungsmoral verschlechert sich um zusätzliche vier Tage, die Insolvenzen steigen um weitere 20 Prozent – der höchste Anstieg weltweit”, konstatiert der Experte in der aktuellen Ausgabe des Business- und Magamentmagazins Versicherungswirtschaft. Damit bestätigt Subran den Ausblick der Kreditversicherer auf die künftige Geschäftsentwicklung (siehe DOSSIER).

Auch wenn es den deutschen Firmen derzeit gut geht, das Exportgeschäft entwickelt sich zum Sorgenkind der Kreditversicherer. Vor allem in den Schwellenländern sind 2016 “höhere Schäden zu erwarten, allen voran in China”, prognostiziert der Chefvolkswirt von Euler Hermes. Denn gerade in den vergangenen Jahren ging für deutsche Exporteure angesichts “des anhaltend hohen Preis- und Wettbewerbsdrucks am Wachstumsmotor China kaum ein Weg vorbei”, betont Subran. Die Folge: “Das Absicherungsbedürfnis der deutschen Exporteure dürfte dadurch ebenfalls steigen”.

Doch nicht nur China wird die Nerven der deutschen Unternehmen und Kreditversicherer im kommenden Jahr besonders beanspruchen. Die zunehmenden Spannungen innerhalb Europas, ein drohender “Brexit”, Abspaltungstendenzen in Katalonien und Schottland, der IS-Terror – die Liste der schwellenden Konflikte ist lang. Aber “vielleicht lohnt ja auch ein Blick auf neue Märkte”, schreibt Subran. So könnte nach der Öffnung Kubas vor allem der Iran im kommenden Jahr durchstarten, “der vielen Nationen ein großes wirtschaftliches Potenzial birgt, allen voran für deutsche Exporteure”. (vwh/td)

Bild: Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe (Quelle: Euler Hermes)

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Link: “Global Business für starke Nerven”. Politische Risiken werfen ihre Schatten auf das kommende Geschäftsjahr voraus, in VW 12/15 (Einzelartikel zu 3,81 Euro).

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Neue Vorstände bei der Barmenia
Der Aufsichtsrat der Barmenia hat Ulrich Lamy zum 1. Januar 2016 in die Vorstände der Barmenia Kranken- und Leben sowie der Barmenia Allgemeinen berufen. Künftig soll der Aktuar die Ressorts Mathematik und Vertrag bei der Barmenia Kranken- und Lebensversicherung sowie Tarif und Vertrag bei der Barmenia Allgemeinen verantworten. Zudem wurde Kai Völker ebenfalls zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der Barmenia Leben berufen.

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Allianz senkt Überschussbeteiligung
Die Allianz senkt im kommenden Jahr ihre Überschussbeteiligung in der Lebens- und Rentenversicherung von derzeit 3,4 auf nunmehr 3,1 Prozent. “In einem Umfeld historisch niedriger Zinsen und volatiler Kapitalmärkte ist eine Anpassung der Überschussbeteiligung unumgänglich”, begründet der Versicherer diesen Schritt laut Nachrichtenmagazin Spiegel Online.

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