Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

“Generation Mitte” zwischen Wunsch und Wirklichkeit

05.11.2014 – kaspar_alexander_10_2014_150Von VWheute-Redakteur Alexander Kaspar.

“Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!” Auf diese Formel lassen sich die Studienergebnisse, die Renate Köcher und ihr Allensbach-Institut gestern im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), mit dessen Präsidenten Alexander Erdland an der Spitze, der Öffentlichkeit vorgestellt haben, zusammenfassen. Gegenstand der Betrachtung waren die Leistungsträger der Republik (29 bis 59 Jahre). Diese ticken, so Frau Köcher, zum Teil schizophren. Und das ist durchaus ein Problem.

Sie stehen mitten im Leben, tragen Gesellschaft, Staat und Steuern. Sie sitzen an den Schaltstellen der Unternehmen oder der Politik und tragen als Mütter und Väter Verantwortung für die eigenen Kinder, wie zunehmend für die eigenen Eltern: “Generation Mitte” nennen sie Soziologen und Forschungsinstitute, als Rückgrat des Gemeinwesens sehen sie sich selbst.

Obwohl täglich als Problemlöser mit sachlichem Blick gefordert, leistet sich die relativ weit gefasste Gruppe der “Generation Mitte” doch ihren ganz eigenen Blick auf die Welt: Den meisten ist sonnenklar, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird. Private Vorsorge? Fehlanzeige. Oder beim Stichwort “Demografischer Wandel”. Der “Generation Mitte” ist bewusst, dass der demografische Wandel tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich ziehen wird: 46 Prozent sehen die Gefahr, dass die sozialen Sicherungssysteme zusammenbrechen könnten und 90 Prozent der Befragten erwarten sogar starke oder sehr starke Auswirkungen auf das Land. Aber nur 36 Prozent erwarten eine eben so starke Auswirkungen auf das eigene Leben. (siehe POLITICS).

Das gleiche beim Thema Online und Datenschutz: Die meisten nutzen Internet und Mobile Devices und 61 Prozent der Befragten haben ihre persönlichen Daten an ein oder mehrere Bonusprogramme oder Kundenkarten weitergegeben. Doch es herrscht jetzt die Furcht vor Abhängigkeit, Datenmissbrauch und Totalüberwachung -  Damit offenbaren sich für die Adressierung von Botschaften ganz neue Herausforderungen.

“Ja, aber” – “sowohl als auch” – “weiß ich, ist mir aber egal”. Es scheint, die, die derzeit Orientierung geben sollten, benötigen selber welche. Stellt sich nur die Frage, wer soll sie geben? Vertrieb, Produktentwickler, Marketing, oder alle zusammen?

Siehe auch die VWheute-Berichterstattung vom 24.10.2013: Geschäftsfeld „Generation Mitte”

Links: Generation Mitte – Die Studienergebnisse im Überblick, Trendbrief Altersvorsorge/GDV (PDF)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten