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Gefährden Lebensversicherer die Finanzstabilität?

19.05.2015 – Bach_VersicherungsforenVon Franziska Bach, Versicherungsforen Leipzig.
Um die Garantieversprechen erfüllen zu können, müssen Lebensversicherer ihre Anlagepolitik anpassen. Im gleichen Atemzug erhöhen die Versicherer damit aber auch ihr Risiko und verschlechtern so ihre Eigenkapitalsituation unter Solvency II. Das werden einige der Themen sein, die heute auf einer Veranstaltung der Versicherungsforen Leipzig diskutiert werden.

Vor dem Hintergrund der langanhaltenden Niedrigzinsphase warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) kürzlich sogar, dass die Lebensversicherer die Stabilität des europäischen Finanzsystems gefährden und eine neue Finanzkrise auslösen könnten. Auch die strengeren Eigenkapitalvorschriften für Versicherungsunternehmen bringen Herausforderungen mit sich.

Der tatsächliche Start von Solvency II rückt in greifbare Nähe. In der Vorbereitungsphase seit Anfang 2014 mussten die Unternehmen bereits Teile der Säule 2 und 3 implementieren. Bis zum vollumfänglichen Inkrafttreten des neuen Regelwerks am 1. Januar 2016 bleiben den Versicherern nun noch sieben Monate, um die entsprechenden Tests zu durchlaufen und eine Vielzahl an Leitlinien und Standards umzusetzen.

Gleichzeitig kündigte jüngst Bafin-Präsident Felix Hufeld an, mehr Versicherer in Manndeckung nehmen zu müssen.

Denn Probleme im Versicherungssektor können das Vertrauen in das Finanzsystem als Ganzes gefährden und seine Stabilität beeinträchtigen (siehe DOSSIER), wie Till Förstemann vom Zentralbereich Finanzstabilität bei der Deutschen Bundesbank, heute beim vierten Messekongress “Finanzen & Risikomanagement” erläutert.

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Bild: Franziska Bach, Projektreferentin „Finanzen & Risikomanagement“ bei den Versicherungsforen Leipzig. (Quelle: Versicherungsforen Leipzig)

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