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Gedämpftes Klima

25.07.2013 – ifo8787Heute Vormittag: Punkt 10.00 Uhr ertönt der Gong in München-Bogenhausen. Veröffentlichung frei für den ifo-Geschäftsklimaindex, der dann um 10.30 Uhr seine globale Verbreitung über das World Wide Web finden wird. Die monatliche Erhebung des renommierten Instituts ist ein viel beachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland – mit Inputs für den geschäftspolitischen Kurs in Unternehmen aller Sektoren – insbesondere auch der Querschnittsbranche Versicherungswirtschaft.
Die Sperrfrist für die Veröffentlichung ist ehern, keine Silbe lassen die Wissenschaftler vor der Minute der Veröffentlichung heraus. Gleichwohl deutet einiges darauf hin, dass sich das Geschäftsklima nach seinem Hoch im vergangenen Monat – besonders hinsichtlich der künftigen Erwartungen – abflachen wird. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das ifo-Barometer ziemlich treffsicher auch konjunkturelle Wendepunkte wittert bis abbildet. (Siehe auch DABEI).
Insbesondere die sich aktuell häufenden Nachrichten über ein Nachlassen der Weltkonjunktur-Lokomotive China dämpfen die Stimmung im produzierenden Gewerbe. Die weltweit abflachende Nachfrage macht der chinesischen Industrie immer mehr zu schaffen. Das belegt der Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC für den Monat Juli. Mit 47,7 Punkten erreichte dieser den schlechtesten Stand seit elf Monaten. Der Index fiel zum dritten Mal in Folge.
Für die deutschen Versicherer jedoch bleibt die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ein Markt mit enormer Zukunft. Patrick Mäder, Partner der Unternehmensberatung Bearing Point und dort globaler Leiter des Segments Versicherungen, prognostiziert in einem Interview für die Zeitschrift Versicherungswirtschaft die Potentiale in diesem Staat: “China wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu den Top-4 Sachversicherungsmärkten weltweit gehören.” Bisher haben nicht alle Versicherungsunternehmen aus dem Westen, meistens Lebensversicherer, am chinesischen Markt Erfolge vorweisen können. Auf die Frage, ob es sich für einen deutschen Schaden-/Unfallversicherer lohnt, in den Markt einzusteigen, erinnert Mäder, dass der Markt “mit seinen langfristigen Entwicklungschancen” gesehen werden muss. In China würden gerade einmal drei Prozent der Wirtschaftsleistung für Versicherungen ausgegeben. In den USA seien es 15 Prozent. Obgleich der chinesische Markt stark reguliert ist und von großen staatlichen Versicherern dominiert wird, lägen die Chancen der deutschen Unternehmen darin, sich mit Produktinnovationen und gutem Kundenservice abzuheben.

Foto: CES ifo

Links: Ifo-Institut, Chinas Wirtschaft schrumpft weiter

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