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Finanztransaktionssteuer unterminiert Altersvorsorge

24.07.2013 – Das Deutsche Aktieninstitut und die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman haben in einer Studie die Folgen der geplanten Transaktionssteuer dargestellt. Sie trifft insbesondere nahezu alle Fronten der Altersvorsorge und der langfristigen Vermögensbildung.

Die jährlichen Belastungen betragen für Privatanleger zwischen 2,6 und 3,6 Mrd. Euro. Zusammen mit den Unternehmen summieren sich die Belastungen jährlich auf 5 bis 7,3 Milliarden Euro. Die zum 1. Januar 2014 geplante Besteuerung sollte ursprünglich für mehr Stabilität an den Finanzmärkten sorgen. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) kritisiert jetzt die Umsetzung. Der Riesterfondsparplan z.B. werde durch die Steuer über die gesamte Laufzeit deutlich mehr belastet, „ als die staatlichen Zulagen dem Sparer einen Vorteil bringen“. Gefordert wird: Transaktionen, die innerhalb von Altersvorsorgeprodukten stattfinden, sollen nicht der geplanten Steuer unterliegen. Das Institut begründet seinen Vorstoß damit, dass Umschichtungen, die innerhalb eines Fonds-Riesters stattfinden, keine Spekulationen des Sparers sind, sondern einzig und alleine dazu dienen, die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beitragsgarantie zu gewährleisten.

Elf Länder in Europa streben die Einführung der Finanztransaktionssteuer an, allen voran Deutschland und Frankreich. Von der Finanztransaktionssteuer sind nicht nur Privatanleger in den Bereichen Lebensversicherungen, Aktien oder Fonds betroffen. Auch Pensionskassen und Pensionsfonds in der betrieblichen Altersvorsorge sowie berufsständische Versorgungswerke und die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, sofern sie Kapitaldeckung betreiben, werden belastet.

(Siehe DOSSIER)

Link: Studie: Auswirkungen der Transaktionssteuer auf private Haushalte und Unternehmen in Deutschland (PDF)

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