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Fesselnde Werbung für Versicherer

06.10.2016 – kim - dpaOb PR-Stunt oder wahrer Zehn-Millionen-Raub – der Überfall auf Kim Kardashian beschäftigt nun auch die Schmuck- und Kunstversicherer. Sie profitieren von der ungewollten Werbung ihrer Policen für Superreiche, darunter vor allem die Axa. Die Angst der Reichen ist ein guter Geschäftstreiber. Gleichzeitig stößt der Schmuck- und Kunstmarkt an die Grenzen der Versicherbarkeit.

Mittlerweile kommen Zweifel an der Kardashian-Story auf und sogar von Versicherungsbetrug ist die Rede. Axa Art, Marktführer für Kunst-und Schmuckversicherung, wollte den Überfall nicht kommentieren. “Mit hoher Wahrscheinlichkeit war der Schmuck versichert”, glaubt Owen Carragher, Partner bei Clyde & Co., einer internationaler Wirtschaftskanzlei, die auf Versicherungsfälle mit gestohlenem Schmuck spezialisiert ist.

Gleichzeitig dürfte der Überfall eine ungewollte Werbung für Axa-Produkte sein. Derzeit wollen die Franzosen mit tailorMade eine “wachsende Personengruppe an, die (Ultra-)High-Net-Worth-Individuals” ansprechen (siehe MÄRKTE). Der zunehmende Reichtum müsse adäquat geschützt werden, sagt Dirk Heinrich, Managing Director Axa Art. Im VWheute-Interview erklärt er, wie ein solches Produkt angelegt werden muss (siehe DOSSIER). “Der Fokus liegt auf hochwertigem Hausrat und Gebäuden. Daneben können Schmuck sowie nahezu alle Sammlungsgegenstände versichert werden.”

Diese werden von Privatkunden zunehmend nachgefragt. Besonders der Kunstmarkt wird durch Niedrigzinsen aufgeheizt. Die Umsätze aus dem Kunstverkauf lagen 2014 bei 51,2 Mrd. Euro. Entscheidend sind hier aber nicht die Umsätze, sondern die darauf erzielten Margen, die auch als Wertschöpfung bezeichnet werden können. Die USA (39 Prozent), China und das Vereinigte Königreich (beide rund 22 Prozent) waren die international führenden Umsatzbringer.

Die Wertkumule liegen aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte bei drei Mrd. Euro und bewegen sich vor dem Hintergrund meist unversicherter Museumskollektionen in Richtung zehn Mrd. Euro. Ein Zukunftsmarkt, der an die Grenzen der Versicherbarkeit stößt. (dg)

Bild: Kim Kardashian mit ihrem vier Mio. Euro teuren Ring. (Quelle: dpa)

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