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Feminin und Digital ist ganz normal

08.10.2015 – daniel_tobias_1979Dass der digitale Fortschritt die strukturellen Grundlagen und die Kundenbeziehungen fundamental verändern wird, steht seit langem außer Frage. Die Wirtschaftsberatung BearingPoint sieht die Branche erst am Beginn eines gravierenden Transformationsprozesses – einhergehend mit einem fundamentalen Wertewandel durch die neue Vertriebsgeneration Y. Der Versicherer der Zukunft scheint also feminin und digital zu werden.

Das Szenario für die Versicherungsbranche der Zukunft klingt weniger bedrohlich als revolutionär: “Im Wesentlichen ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Versicherer um bis zu ein Drittel reduziert, wenige große Konzerne den Markt in der Breite dominieren und sich kleinere Versicherer spezialisieren müssen, z.B. auf Kernkompetenzen, Vertriebe, Zielgruppen oder Produkte”, lautet die Prognose von Rolf Meyer, Partner bei BearingPoint (siehe VERTRIEB).

Dabei scheint nicht nur die Digitalisierung ein wesentlicher Treiber für einen neuen Evolutionsprozess zu sein, auch der demografische Wandel macht bei den Versicherern ein Umdenken vonnöten. So kam unlängst eine BVK-Statistik zu dem Ergebnis, dass der Alterungsprozess auch vor der Vermittlerschaft nicht Halt macht. Demnach sind weit über 60 Prozent aller Vermittler heute älter als 40 Jahre.

Um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken, richtet sich der Blick in den Management-Etagen zunehmend auf die neue Vertriebsgeneration Y. Diese hat aber mittlerweile ihre ganz eigenen Wertvorstellungen – frei nach dem Motto: Flexibilität statt Umsatzdenken (siehe DOSSIER).

Die klassischen Werte und Denkmuster haben jedenfalls ausgedient. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Neuerungs- und Umwälzwert auf den Nenner bringen lässt: feminin und digital ist ganz normal. (td)

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