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Feilschen um die Provision

18.07.2014 – BaltzerVon Christoph Baltzer.

Nach der Verabschiedung des LVRG wird es zu harten Verhandlungen über die Höhe der Provisionen in der Lebensversicherung kommen. Wegen der mauen Lage am Kapitalmarkt sind Lebensversicherer dazu gezwungen, ihre Vertriebskosten zu senken. BVK-Präsident Michael H. Heinz kündigt Widerstand an.

„Eine Absenkung der Provision ist unabdingbar“, äußerte Frank Kettnaker bereits im Dezember letzten Jahres. Dieser Entwicklung werde sich kein Versicherer entziehen können, sagte der Vertriebsvorstand der Alten Leipziger. Der Maklerversicherer aus Oberursel gehört zu den Unternehmen, die mit der nun getroffenen Provisionsregelung die geringsten Probleme haben. 26,9 Promille gibt die Alte Leipziger für das Neugeschäft aus. Das ist deutlich unter dem Marktschnitt.

Wenn das LVRG in Kraft tritt, dürfen Lebensversicherer nur bis zu 25 Promille der Abschlusskosten zillmern. Alles was darüber liegt, geht auf Kosten des Unternehmens. Im Markt liegen die Abschlusskosten bei 29,4 Promille. Die Lebensversicherer werden die Provisionen nun schärfer kalkulieren. Die Kostenbelastung der Verträge muss runtergehen, da sonst das Produkt unattraktiv wird (siehe DOSSIER).

BVK-Präsident Heinz will das nicht hinnehmen. „Es wird sich zeigen, welche Versicherer zu ihren Vermittlern stehen und nicht das LVRG vorschieben, um die Provisionen zu senken“, sagte er vor zwei Wochen in Berlin.

Der Vermittler-Sprecher erinnert daran, dass die Versicherer vertraglich gebunden sind, was die Provisionshöhe angeht. Seit 2005 stehen die Provisionen unter Druck. Bafin-Zahlen zeigen, dass die Abschlusskosten damals noch bei 33 Promille lagen, 2012 waren es 3,6 Promille weniger. „Wir sind noch nicht aus dem Schneider“, warnt Heinz. „Agenturverträge sind nicht in Stein gemeißelt.“

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