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Familienpolitischer Klimawandel geboten

24.09.2015 – Weirich_DIAKommentar von Dieter Weirich, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA): Es gibt angesichts der Flüchtlingsströme eine gefährliche politische Beruhigungspille: Die Zuwanderer lösten oder linderten zumindest unsere demographischen Probleme. Dies mag auf die eine oder andere Branche zutreffen, ganz generell stimmt diese Behauptung nicht.

Folgt man einer Berechnung der UNO, so müssten in Deutschland jedes Jahr dreieinhalb Millionen jüngere Menschen zuwandern, wollte man die Alterung stoppen.

Es gibt kein Allheilmittel gegen die Vergreisung der Republik, aber zuallererst sollte es in Deutschland einen Bewusstseinswandel zugunsten eines Ja zur Familie, zum Kind, zum Leben geben (siehe POLITICS). Das sollte sich auch in einer neuen familiengerechten Steuerpolitik und einer entschiedeneren Förderung von kinderreichen Familien ausdrücken.

Mit anderen Worten: Wir brauchen einen familienpolitischen Klimawandel. Im Übrigen sollte man nüchtern Chancen und auch Probleme der Zuwanderung aufzeigen. Gut ist, dass sich das Land verjüngt, dem Wettbewerb verstärkt öffnet, in manchen Berufen Kompetenz-Gewinn von außen hat.

Andererseits überfordert das Heer von Migranten die Leistungskraft von Bund, Ländern und Gemeinden und viele Asylanten werden keine Arbeit im Lande finden, die Sozialkassen also belasten. (siehe MÄRKTE)

Bild: Dieter Weirich, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) (Quelle: DIA)

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