Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

EU-Kommissar: Deutsche Rentenbeschlüsse ein Rückschritt

25.02.2014 – rentner-sportAm 26. März veranstaltet die Europäische Kommission in Brüssel eine Konferenz zum Thema Renten. Die Pleiten und Beinahe-Pleiten einer ganzen Reihe von EU-Staaten haben drastisch vor Augen geführt, was passiert, wenn ein Land über seine Verhältnisse lebt. Die in Deutschland beschlossene Rente mit 63 sieht Währungskommissar Olli Rehn als Rückschritt.

Nach Einschätzung des Australian Centers for Financial Studies ist das deutsche Rentensystem nur mittelmäßig. Ohne Maßnahmen wird es nicht zukunftsfest sein, glauben die australischen Forscher. Weil es zum größten Teil umlagefinanziert ist, zweifeln die Wissenschaftler an der Zukunftsfestigkeit der Renten in Deutschland. Laut dem jährlich erscheinenden Melbourne Mercer Global Pension Index (PDF) ist das dänische Pensionssystem vorbildlich.

Eine Studie der Weltbank zeigt auf, wie stark die Belastung durch die alternde Gesellschaft steigt. Demnach wird Deutschland im Jahr 2060 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Renten aufwenden. Derzeit sind es zehn Prozent. Deutschland wird in 36 Jahren zu den Ländern mit dem höchsten Anteil von Rentnern gehören, heißt es in der Studie der Weltbank. Nur in der Schweiz, Spanien, Italien und Portugal wird der Anteil der Rentner höher sein.

„In Anlehnung an das Weißbuch über Renten und Pensionen haben die Mitgliedstaaten in den letzten Jahren zahlreiche Reformen zur Heraufsetzung des Renteneintrittsalters und zur Steigerung der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer auf den Weg gebracht“, betont man in Brüssel. Die Rente mit 63 gehört da sicherlich nicht dazu. (ba)

Bild: Heutige Generationen können noch unbeschwert in Rente gehen, für die Babyboomer wird es aber eng, so die Weltbank. (Quelle: vwh)

Link: POLITICS

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten