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Es gibt nichts wirklich Gutes

21.01.2015 – BaltzerVon VW-Redakteur Christoph Baltzer.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos wird überschattet von wirtschaftlicher und politischer Instabilität. Die Krisen lassen die Welteliten nicht sprachlos, immerhin. In der Realpolitik zeigen die politischen Eliten eine besorgniserregende Konfliktbereitschaft.

Schaut man auf die illustre Teilnehmerliste des heute beginnenden Weltwirtschaftsforums, so scheint sich die Welt für eine Ära des Dialogs zu rüsten (siehe DOSSIER). Vertreter Irans sind ebenso in Davos, wie ranghohe israelische Politiker. Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hat theoretisch die Möglichkeit, mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der russischen Föderation, Arkadij Dworkowitsch, zu sprechen. Gleichzeitig ist jedoch die ukrainische Armee gerade dabei, mit schwerem Geschütz den Flughafen von Donetsk zu erobern.

Mit Hilfe von Marsh und der Zurich wurde für das Weltwirtschaftsforum eine globale Risikomatrix erstellt. Konflikte zwischen den Staaten erscheinen als die wahrscheinlichsten und zugleich folgenreichsten Risiken auf unserem Planeten. Heute geht es in den Diskussionsrunden um Themen wie die Zukunft Chinas, die arabische Welt, Lateinamerika, Afrika und globale Entwicklungsprobleme, vom langen Schulweg über die digitale Gesellschaft bis hin zum Antibiotika-Missbrauch und die Gesundheitsversorgung.

Bis vor kurzem war das Davoser Treffen Zielscheibe der Kritik der Globalisierungsgegner. Es ist still geworden, zumindest an dieser Front. Das liegt auch an den Bemühungen des Deutsch-Schweizer Unternehmers Klaus Schwab, soziale Themen mit auf die Agenda zu nehmen. Es gehe um die Grundströmungen, die in der Welt im Moment wirken, merkte Schwab in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen an. „Wir sollten uns als Gesellschaft ändern. Die Politik sollte sich ändern. Die Wirtschaft sollte sich ändern.“ Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Vielleicht hilft ja das Davoser Treffen, zumindest über den einen oder anderen Handelskrieg neu nachzudenken.

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