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Es gibt keine magische Zahl

25.05.2016 – Bernardino_Martin_StarlSelbst Eiopa-Chef Gabriel Bernardino gibt zu, dass man nicht auf einen Blick herausfinden kann, wie stabil ein Versicherer sich im Geschäft hält. In einem aktuellen Interview warnte er vor falschen Schlüssen aus der Kennzahl der Solvabilitätsquote. Auch deshalb will er eine hochauflösende Aufnahme des Versicherungssektors mit einem aktuellen Stresstest erstellen.

Es gibt keine “magische Zahl” für die Solvabilitätsquote SCR, warnt Gabriel Bernardino. Unternehmen mit der gleichen SCR würden noch lange nicht das gleiche Risiko aufweisen. Auch die Ratingagentur Moody’s zweifelt an der Aussagekraft dieser Kennzahl nach Solvency II.

Mit dem aktuellen Stresstest will die Aufsicht jetzt herausfinden, wo genau der Schuh im europäischen Versicherungssektor drückt. Interessanterweise vermutet Bernardino sogar bei kleineren und mittleren Versicherern potenzielle systemische Risiken. (siehe POLITICS) (ku)

Bild: Eiopa-Chef Gabriel Bernardino (Quelle: Martin Starl)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Versicherungsombudsmann zieht zufriedene Jahresbilanz
Der Versicherungsombudsmann Günter Hirsch und sein Geschäftführer Horst Hiort konnten trotz einer Rekordbeschwerdezahl von 20.827 (2014: 19.897) eine zufriedene Bilanz für 2015 ziehen. Und vor allem hat der Ombudsmann auch kein Probleme mit dem neuen Verbraucher-Streitbeilegungsgesetz, demzufolge für alle Branchen Schiedsstellen zur außergerichtlichen Streitbeilegung einzurichten sind. Viel Arbeit machen aber unzulässige Beschwerden.

Lebensversicherer wollen Personal abbauen
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat nach der Auswertung der Frühjahrsumfrage unter 24.000 Unternehmen seine Wachstumsprognose für 2016 von 1,3 auf 1,5 Prozent angehoben. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte, vor allem Finanzdienstleister wie Banken und Versicherungen stünden konjunkturell aber eher im Abseits. VWheute vorliegende Detailergebnisse zeigen, dass gerade Lebensversicherer den Personalabbau forcieren wollen.

Ideal: Plus in Leben, Probleme im Rechtsschutz
Entgegen dem Branchentrend ist die Ideal Lebensversicherung 2015 bei den gebuchten Bruttobeiträgen um 5,8 Prozent auf 238 Mio. Euro gewachsen. Mit 162,8 Mio. Euro stammt der größte Teil aus den laufenden Beiträgen (+ sieben Prozent). Nachdem der Lebensversicherer 2014 doppelt so hohe Zuwächse im Neugeschäft erzielt wie der Markt, brach der Neuzugang 2015 vergleichsweise stärker ein: Das Neugeschäft fiel um 14,1 Prozent auf 26,1 Mio. Euro Annual Premium Equivalent (APE); marktweit waren es minus 5,6 Prozent. Nach einem geringeren Kapitalanlageergebnisses betrug der Jahresüberschuss 32,2 (33,9) Mio. Euro.

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