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Es geht ums Ganze in der Rückversicherung

12.05.2015 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

“Ist das tradierte Geschäftsmodell der Rückversicherer noch tragfähig?” Veranstalter Stefan Materne stellt zum Auftakt des heutigen Rückversicherungssymposium die substantielle Frage. Auch Warren Buffett hatte jüngst einen weiteren Einbruch im Geschäft der Rückversicherung gewarnt.

“Die Geschäftsaussichten in der Rückversicherung haben sich zum Schlechten entwickelt und wir können nicht viel dagegen tun”, warnte der Berkshire Hathaway Gründer jüngst in Omaha. Warren Buffett sieht den zunehmenden Wettbewerb und vor allen Dingen das Niedrigzinsumfeld als Hauptgrund dafür, dass das Geschäft mit der Rückversicherung in den kommenden zehn Jahren nicht annähernd so gut sein wird, wie das in den vergangenen 30 Jahren.

Bei weiteren zweistelligen Rückgängen bei den anstehenden Erneuerungen in den USA sehen Experten bereits den Punkt kommen, an dem traditionelle Rückversicherer sagen: “Bis hierher und nicht weiter.” Selbstverständlich wird es Marktteilnehmer geben, die derartige Risiken immer noch zeichnen. Das Ausbleiben des Schadens ist in dem Fall dann eher fest einkalkuliert.

Auch Buffett malt ein düsteres Bild für die Branche. Er sieht das Rückversicherungsgeschäft schon verkommen zur Fassade für Hedgefonds, die mit Neugründungen auf Bermuda nur Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen wollen. Der Beitrag der Rückversicherer zur risikogerechten Tarifierung indes ist nicht zu unterschätzen (siehe MÄRKTE).

Den finanz-industriellen Blick aus Sicht der Banken wirft Stefan Wintels, Chef der Citigroup Deutschland, auf die Branche und ihre Potenziale. (siehe DOSSIER).

Stefan Materne, Lehrstuhlinhaber in Köln, sieht indes im Interview mit VWheute den Ausweg für Rückversicherer “in der Nische.” (siehe KÖPFE)

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