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07.12.2016
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Erleichterung – aber kein Grund zum Feiern

26.10.2016 – solvency_fotoliaAuch nach dem Start des neuen Eigenkapitalregimes veranstaltet die Bafin wieder ihre “Solvency-II-Konferenz”. Der Veranstaltungssaal im Rheinischen Landesmuseum Bonn wird auch heute wieder bis auf den (fast) letzten Platz besetzt sein. Auf dem Programm steht der Austausch der ersten Erfahrungen mit Solvency II aus Sicht der Aufsicht, der Unternehmen und des Verbraucherschutzes und die Neufassung des VAG.

Nach jahrzehntelangem Gezeter ist die neue Ära der ganzheitlichen, prinzipienbasierten Risikobetrachtung vergleichsweise geräuschlos angebrochen. “Die Branche ist erfolgreich im neuen Regime angekommen”, lobte Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund im Juli. Das ist allerdings nur ein Etappensieg. Spannend wird es erst im nächsten Jahr, wenn der aus dem “Day1 Reporting” bekannte komfortable Solvenz-Wert der Branche auf die einzelnen Häuser heruntergebrochen wird.

Denn erst 2017 werden die Unternehmen ihre Solvenz-Zahlen auch der Öffentlichkeit präsentieren müssen. Dann wird auch klar sein, welche drei Unternehmen die Hürde der Solvabilitätskapitalanforderung gerissen haben. Aber auch ohne Unterdeckung wird es Überraschungen geben – schließlich hat die Aufsicht bereits von einer “relativ großen Spannbreite” bei den Einzelergebnissen berichtet (siehe DOSSIER).

Interessant wird heute sein, wo Branche und Aufsicht Nachjustierungsbedarf sehen – oder sich gegen Bestrebungen wenden, wie die der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa), den langfristigen Gleichgewichts-Zinssatzes (Ultimate Forward Rate – UFR) abzusenken. (lie)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Bafin-Auslegung stört Verhandlungen in Baden Baden
Die Drittstaatenregelung der Bafin verursacht Christian Theysohn bei den Verhandlungen in Baden-Baden erhebliches Kopfzerbrechen. “Da weiß keiner, wie die Aufsicht vorgeht”, sagt der Rückversicherungseinkäufer der SV in einem Gespräch mit VWheute. “In dieser Sache gibt es keine einfache Entscheidung.” Im ungünstigsten Fall drohen empfindliche Strafen, wenn er sich mit Rückversicherern aus Drittstaaten in Baden-Baden trifft.

Swiss Re entwickelt Lösungen für Zinszusatzreserve
Die Swiss Re konzentriert sich immer stärker auf langfristiges Geschäft und maßgeschneiderte Lösungen. “Jedes zweite Gespräch führe ich mit Vorständen, vom CFO bis hin zum Vertriebsvorstand”, berichtet Frank Reichelt, Deutschland-Chef der Swiss Re. Er sieht auf dem deutschen Markt weiter Wachstumsmöglichkeiten. “Deutsche Kunden streben Zuverlässigkeit und Kontinuität an”, sagt der Manager der Swiss Re in einem Gespräch mit VWheute.

Evolutionär – revolutionär – disruptiv
So lautet heute die Steigerung, wenn die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle der Versicherungswirtschaft projiziert werden. Doch niemand in der Finanz- und Versicherungsindustrie will passiv die digitale Welle auf sich zukommen lassen, sondern aktiv mitgestalten – getreu dem Leitgedanken: “Zukunft durch Banken und Versicherungen – Geschäftsmodelle im Umbruch”.

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