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Eiopa dreht das Rad um 22 Jahre zurück

09.06.2016 – Vermittler_Petra Bork_pixelioDas Thema Produktgenehmigung ist vielen Versicherern noch ein Begriff. Bis Mitte 1994 unterlagen Versicherungsprodukte in Deutschland der aufsichtsbehördlichen Kontrolle. Nun wird auf europäischer Ebene wieder ein Produktgenehmigungsverfahren eingeführt. Mit der Richtlinie soll der Schutz der Versicherten verbessert werden, schreiben Julia Kaiser und Eva Berberich in der Versicherungswirtschaft.

Ziel sei es, einheitliche Wettbewerbsbedingungen für Vermittler und Versicherer zu schaffen und den Vertrieb für die Kunden fairer und bedarfsgerechter zu gestalten. Gleichzeitig berücksichtigen die neuen Regeln zur “Product Governance” das Zusammenspiel von Produktentwicklung und Vertrieb, berichten die KPMG-Expertinnen.

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa sieht vor, dass Produktvertreiber schriftliche Vertriebsgrundsätze festlegen, wodurch sichergestellt werden soll, dass sie ihren Kunden nur Versicherungsprodukte anbieten, wenn diese ihren Bedürfnissen und Eigenschaften entsprechen. Die Vertriebsstrategien der Entwickler und Vertreiber dürfen sich nicht widersprechen.

Ausnahmen sind zwar möglich, müssen jedoch in der Vertriebsstrategie des Produktvertreibers festgelegt werden und erfordern laut Eiopa einen erhöhten Begründungs- und Dokumentationsaufwand.

Das sich Praxis und Theorie hingegen manchmal dennoch unterscheiden können, erwies sich beim gestrigen VDVM-Symposium in Berlin. So ging Thomas Köhne vom Institut für Versicherungswirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) recht hart mit der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD ins Gericht. Warum zum Beispiel alle europäischen Vermittler trotz vieler nationalen Unterschiede identisch reguliert werden müssen, erschließt sich dem Wissenschaftler nicht (siehe DOSSIER).

Report: Transparenzoffensive nach Maß, in VW, 05/16 (Einzelbeitrag)

Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

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