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Eine Partnerschaft bekommt Risse

21.10.2014 – BaltzerVon VW-Redakteur Christoph Baltzer.

Selten waren die Spielräume beim Einkauf von Rückversicherung so groß wie in diesem Jahr. Dass es sich um einen Käufermarkt handelt, das streiten selbst die Rückversicherer nicht ab. Sie profitieren von der Treue ihrer kontinentaleuropäischen Kunden. Bislang.

Rückversicherung ist ein Geben und Nehmen. Zwischen den Versicheren und ihren Rückversicherern besteht das stillschweigende Übereinkommen, dass man zueinander steht, in guten und in schlechten Zeiten. Konkret bedeutet das: gehen die Raten in den Keller, nutze ich das als Erstversicherer nicht auf Teufel-komm’-raus aus und gehe zu den günstigsten Anbietern. Im Gegenzug bekomme ich meine Schäden reibungslos reguliert, wenn es ordentlich reingeknallt hat.

Dieses Geschäftsmodell hat über Generationen funktioniert. Es brachte Erst- und Rückversicherern eine ungemeine Stabilität. Doch ein wenig bekommt es Risse. Bei den Erneuerungen in Baden-Baden nutzen die Erstversicherer die Marktlage (siehe DOSSIER) und fordern Zugeständnisse bei den Preisen, und seien es nur kleine. Auch an den Konditionen wollen sie manche Restriktionen der vergangenen Jahre wieder zurückschrauben.

“Wir pochen auf Kontinuität”, entgegnet E+S Vorstand Michael Pickel. Die Rückversicherer müssen mitansehen, dass die Erstversicherer ihre Quoten sukzessive reduzieren, ausgerechnet jetzt. Sie machen ökonomisch keinen Sinn, sagen sie. Dabei wäre jetzt die Zeit gekommen, bei der die Rückversicherer mit den Kfz-Quoten Verluste der Abschwungphase hätten zurückverdienen können. Die Rückversicherer nehmen das kommentarlos hin. Die Musik bestellen die Kunden, auch in Deutschland.

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